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New York Schluss: Dow legt zu - Netflix und Nvidia brechen ein

19.04.2024 - 22:16:53

Kursgewinne des Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 und eine erneut sehr schwache Nasdaq-Börse haben kurz vor dem Wochenende das Bild an den US-AktienmÀrkten geprÀgt.

Im Dow sorgten am Freitag starke Quartalszahlen von American Express US0258161092 und die anhaltende Kurs-Rally von Unitedhealth fĂŒr RĂŒckenwind. Der Dow Jones Industrial stieg um 0,56 Prozent auf 37 986,40 Punkte. Auf Wochensicht hat sich der Dow damit kaum bewegt. Der marktbreite Index S&P 500 US78378X1072 gab am Freitag um 0,88 Prozent auf 4967,23 ZĂ€hler nach.

Herbe Verluste gab es dagegen erneut an der von Technologieaktien dominierten Nasdaq-Börse. Hier trĂŒbte ein Kursrutsch der Netflix US64110L1061-Aktie die Stimmung. Der Nasdaq 100 US6311011026 bĂŒĂŸte 2,05 Prozent auf 17037,65 ZĂ€hler ein und fiel auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Mit minus 5,4 Prozent war es die schwĂ€chste Börsenwoche des Index seit zwei Jahren. Analyst Jim Reid von der Deutschen Bank sprach von einem "starken Kurswechsel nach der rasanten Rally von November bis Ende MĂ€rz".

Vor allem die Papiere der Halbleiterbranche hatte es zuletzt schwer gebeutelt. An diesem Freitag fielen die Aktien von BranchengrĂ¶ĂŸen wie AMD US0079031078, Micron US5951121038 und Nvidia um 4,6 bis 10 Prozent. Beim Chip-Giganten Nvidia waren damit auf einen Schlag mehr als 200 Milliarden US-Dollar Börsenwert futsch.

KursausschlĂ€ge gab es bei Aktien, deren Unternehmen Quartalsbilanzen veröffentlicht haben, allen voran Netflix: Experten attestierten dem Streaming-Anbieter unisono starke Zahlen im ersten Quartal. Dennoch sackten die Papiere um 9,1 Prozent ab . Bryan Kraft von der Deutschen Bank schrieb, Netflix habe zwar von einer großen Zahl von Neukunden, höheren durchschnittlichen UmsĂ€tzen je Kunde und niedrigeren Ausgaben profitiert. Allerdings seien die Erwartungen zuvor bereits hoch gewesen. Außerdem erachtet Kraft die Papiere als ausreichend bewertet.

An die Spitze im Dow setzten sich die Papiere von American Express US0258161092 mit einem Aufschlag von gut 6 Prozent. Der Finanzkonzern profitierte im ersten Quartal von der Vorliebe der Kunden fĂŒr kostspielige Premium-Kreditkarten.

Papiere von Procter & Gamble US7427181091 holten anfĂ€ngliche Verluste wieder auf und schlossen ein halbes Prozent höher. Analyst Peter Grom von der Bank UBS verwies darauf, dass das aus eigener Kraft erzielte Umsatzplus des KonsumgĂŒterkonzerns leicht unter der Konsensprognose liege.

Aktien des Ölfelddienstleisters Schlumberger AN8068571086 fielen um 2,1 Prozent. AnlĂ€sslich der Bilanz des ersten Quartals sprach der Chef Olivier Le Peuch von einer SchwĂ€che auf dem nordamerikanischen Markt.

Im New Yorker Devisenhandel notierte die GemeinschaftswÀhrung zuletzt auf 1,0654 Dollar. Die EuropÀische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0653 (Donnerstag: 1,0679) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9387 (0,9364) Euro gekostet.

Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Freitag im spĂ€ten Handel gestiegen. Der Terminkontrakt fĂŒr zehnjĂ€hrige Anleihen (T-Note-Future) legte um 0,16 Prozent auf 107,88 Punkte zu. Die Rendite zehnjĂ€hriger Staatspapiere fiel im Gegenzug auf 4,62 Prozent./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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