Aktien New York: Dow fÀllt auf tiefsten Stand seit Mitte Januar
15.04.2024 - 19:54:18Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048, der am Montag im frĂŒhen Handel noch um gut ein Prozent zulegen konnte, gab die Gewinne anschlieĂend wieder ab. Möglicherweise macht die Zuspitzung des Konflikts im Nahen Osten den Investoren doch zu schaffen. Auch Europas Börsen hatten einen GroĂteil ihrer anfĂ€nglichen AufschlĂ€ge wieder abgeben mĂŒssen.
Der Dow verlor zuletzt 0,4 Prozent auf 37 822 ZĂ€hler und erreichte damit den tiefsten Stand seit Mitte Januar. Vom Rekordhoch im MĂ€rz knapp unter 40 000 ZĂ€hlern hatte sich der Dow zuletzt immer weiter entfernt.
Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 verlor zum Wochenbeginn 0,9 Prozent auf 5080 ZĂ€hler. FĂŒr den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 ging es mit minus 1,4 Prozent auf 17 749 Punkte auf den tiefsten Stand seit Mitte Februar.
Auch ĂŒberraschend robuste Daten vom Einzelhandel in den USA könnten die Kauflaune der Anleger dĂ€mpfen. Die UmsĂ€tze stiegen im MĂ€rz stĂ€rker als erwartet. Gute Konjunkturdaten lasten derzeit tendenziell auf der Annahme und der Hoffnung vieler Investoren, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen bald senkt.
Auf Rang eins im Dow Jones Industrial lagen die Aktien von Goldman Sachs mit einem Aufschlag von 3 Prozent. Das Geldhaus habe im ersten GeschÀftsquartal vor allem im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Aktien gut abgeschnitten, lobte Analyst Brennan Hawken von UBS. Im Fahrwasser von Goldman Sachs hielten sich auch die Papiere anderer Banken wie Morgan Stanley US6174464486 und Wells Fargo US9497461015 gut.
Zu den Verlierern zĂ€hlten Tesla US88160R1014 mit einem Minus von 4,5 Prozent und Apple US0378331005 mit minus 1,4 Prozent. Tesla will angesichts der Flaute am Elektroautomarkt und zuletzt schwacher VerkĂ€ufe weltweit mehr als jede zehnte Stelle im Unternehmen streichen. Bei Apple kam schlecht an, dass der iPhone-Hersteller im Smartphone-Markt im vergangenen Quartal nach Berechnungen von Marktforschern wieder hinter Samsung KR7005930003 zurĂŒckgefallen ist.
Der SAP DE0007164600-Rivale Salesforce US79466L3024 will einem Pressebericht zufolge den Datenmanagementsoftware-Anbieter Informatica US45666Q1022 ĂŒbernehmen. Salesforce-Aktien bĂŒĂten als gröĂter Verlierer im Dow 6,3 Prozent ein. Die GesprĂ€che befĂ€nden sich in einem spĂ€ten Stadium, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Ein Problem sei, dass der diskutierte Ăbernahmepreis wegen des krĂ€ftigen Kursanstiegs im laufenden Jahr inzwischen unter dem aktuellen Börsenpreis liege. Aktien von Informatica sackten um 9 Prozent ab.

