Trump: Nato nicht ausreichend fĂŒr Schutz von Grönland
14.01.2026 - 13:32:28"Alles andere ist inakzeptabel", schrieb Trump auf seinem Sprachrohr Truth Social. Die Nato-Mitgliedschaft des zum Königreich DĂ€nemark gehörenden Territoriums im Nordatlantik sei kein ausreichender Schutz fĂŒr Grönland, so der US-PrĂ€sident weiter.
Er wischte damit einen Vorstoà der EuropÀer zur VerstÀrkung der Nato-PrÀsenz in der Arktis vom Tisch, mit dem unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz versucht hatte, den Streit zu entschÀrfen.
"Die Vereinigten Staaten brauchen Grönland zum Zweck der nationalen Sicherheit", schrieb Trump. Es sei elementar fĂŒr den Aufbau der geplanten Raketenabwehr Golden Dome. Die Nato solle daher den Weg fĂŒr eine US-Ăbernahme der Insel bereiten, so Trump weiter. In Versalien schrieb er: "WENN WIR ES NICHT TUN, WERDEN ES RUSSLAND ODER CHINA MACHEN, UND DAS WIRD NICHT PASSIEREN!"
Teilnahme von Vance an GesprÀch weckt Sorge
Die Nato könne nur dank der USA eine wirksame Abschreckung entfalten, schrieb Trump und fĂŒgte hinzu, das sei sein Verdienst durch die StĂ€rkung der US-StreitkrĂ€fte wĂ€hrend seiner ersten Amtszeit. Die Nato werde weitaus beeindruckender und effektiv mit Grönland in den HĂ€nden der USA, so der Republikaner weiter.
Die Regierungen von DĂ€nemark und Grönland haben deutlich gemacht, dass ein Verkauf oder eine Annexion des Territoriums durch die USA nicht akzeptabel sind. DĂ€nemarks MinisterprĂ€sidentin Mette Frederiksen warnte vor einem Ende der Nato, sollte die US-Regierung ihre AnkĂŒndigungen wahr machen.
Der dĂ€nische AuĂenminister Lars LĂžkke Rasmussen und die fĂŒr AuĂenpolitik zustĂ€ndige grönlĂ€ndische Ministerin Vivian Motzfeldt werden noch heute (16.30 Uhr MEZ) im WeiĂen Haus zu GesprĂ€chen erwartet.
Zu dem ursprĂŒnglich als AuĂenministertreffen geplanten GesprĂ€ch mit US-Chefdiplomat Marco Rubio meldete sich kurzfristig auch US-VizeprĂ€sident JD Vance an. Das weckte Sorge vor einer konfrontativen Begegnung. Vance gilt als Hardliner, der im vergangenen Februar bei einem Besuch des ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj maĂgeblich zur Eskalation des GesprĂ€chs beigetragen hatte.

