SĂŒdosteuropĂ€ische, Lkw-Fahrer

SĂŒdosteuropĂ€ische Lkw-Fahrer blockieren EU-Außengrenzen

26.01.2026 - 19:53:50

Lastwagenfahrer aus den sĂŒdosteuropĂ€ischen LĂ€ndern Serbien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien und Montenegro protestieren mit Grenzblockaden gegen strenge EU-Aufenthaltsregeln.

Seit den Mittagsstunden blockieren die Lkw-Fahrer die GĂŒterabwicklung an den Grenzen ihrer LĂ€nder zu den EU-NachbarlĂ€ndern Ungarn, Kroatien und Bulgarien, wie serbische Medien berichteten.

Die unbefristete Aktion richtet sich demnach gegen die zunehmend strikte Durchsetzung einer Aufenthaltsregelung der EU, der zufolge sich Nicht-EU-BĂŒrger aus europĂ€ischen LĂ€ndern nur 90 Tage innerhalb eines 180-Tage-Zeitraums im Gebiet der EU aufhalten dĂŒrfen. Lastwagenfahrer, die nahezu tĂ€glich zwischen ihren eigenen und den EU-LĂ€ndern hin- und herfahren, können diese Regel kaum einhalten.

Regel besteht seit lÀngerem

Die Regel besteht seit lĂ€ngerem, wurde aber frĂŒher gegenĂŒber Lastwagenfahrern und Pendlern nicht umgesetzt. Die Lage Ă€nderte sich, seitdem die EU-Grenzorgane einreisende Nicht-EU-BĂŒrger an den Außengrenzen computergestĂŒtzt registrieren und somit ihre genaue Aufenthaltsdauer erfassen. FrĂ€chterverbĂ€nde aus dem Balkan klagen, dass in den letzten Monaten hunderte Lastwagenfahrer aus der Region in Deutschland und anderen EU-LĂ€ndern wegen Überschreitung der zulĂ€ssigen Aufenthaltsdauer polizeilich angehalten und wie irregulĂ€r eingereiste Migranten abgeschoben wurden.

"90 Tage in sechs Monaten reichen schlicht nicht aus", sagte Nedjo Mandic vom serbischen Verband der Transportunternehmen zum serbischen Fernsehsender N1. "In dieser Zeitspanne können unsere Fahrer nicht ausreichend Geld verdienen, wir können unsere Kosten nicht decken und sind gezwungen, den Betrieb einzustellen."

Ein Sprecher der EU-Kommission sagte in BrĂŒssel, die Union sei sich der Sorgen bewusst, die die Transportunternehmen der Balkanregion zum Ausdruck bringen. "Wir beobachten die Lage genau und sind mit unseren Partnern in der Region in Kontakt", fĂŒgte er hinzu. BemĂŒhungen, um Abhilfe zu schaffen, seien im Gange.

@ dpa.de