Leonardo Aktie: AuftrÀge springen 31 Prozent auf 9 Milliarden
13.05.2026 - 13:48:33 | boerse-global.deLeonardo liefert operativ ein starkes Quartal ab. Parallel dazu belastet ein Streit um die Hauptversammlung die Stimmung, und eine Kurszielsenkung von JPMorgan setzt ein zusÀtzliches Signal. Der Titel reagiert darauf nervös.
Starkes GeschÀft, schwacher Kurs
Im ersten Quartal legte der italienische Luftfahrt- und RĂŒstungskonzern bei den AuftrĂ€gen um 31 Prozent auf 9,0 Milliarden Euro zu. Der Umsatz wuchs um 7 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Auch das operative Ergebnis zog an: Das EBITA stieg um 33 Prozent auf 281 Millionen Euro.
Die Auftragslage wirkt solide. Der Auftragsbestand kletterte auf 56,8 Milliarden Euro, nach 46,2 Milliarden Euro vor einem Jahr. Darin steckt auch das 5,6 Milliarden Euro schwere Defence-GeschĂ€ft von Iveco. FĂŒr 2025 meldete Leonardo bereits 19,5 Milliarden Euro Umsatz.
Unter dem Strich fiel der Gewinn aber niedriger aus als im Vorjahresquartal. Leonardo verdiente 162 Millionen Euro, nach 377 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die VerwÀsserte Ergebnis je Aktie lag bei 0,28 Euro.
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JPMorgan wird vorsichtiger
JPMorgan senkte das Kursziel fĂŒr Leonardo auf 70 Euro von zuvor 77 Euro. Die Einstufung âOverweightâ lieĂ die Bank dennoch stehen. Das zeigt: Das Haus bleibt grundsĂ€tzlich positiv, rechnet aber mit weniger Spielraum nach oben.
Der Markt preist das derzeit mit Skepsis ein. Die Aktie notiert bei 49,15 Euro, nach einem Minus von 1,24 Prozent am Tag und 12,5 Prozent in den vergangenen sieben Tagen. Vom 52-Wochen-Hoch bei 64,44 Euro ist der Kurs klar entfernt.
Auch technisch ist das Bild angespannt. Der Titel liegt deutlich unter dem 50-Tage- und dem 100-Tage-Durchschnitt. Der RSI von 85,4 signalisiert zudem eine sehr heiĂe kurzfristige Lage.
Governance bleibt ein Thema
ZusÀtzlichen Druck bringt die Hauptversammlung vom 7. Mai. Die Aktivisten von Wyser-Pratte Management verlangen eine unabhÀngige Untersuchung des Ablaufs. Sie kritisieren, dass AktionÀre dort angeblich weder sprechen noch Fragen stellen konnten.
Besonders eng war die Abstimmung um die Verwaltungsratsliste. Die Regierungsseite setzte sich mit 50,097 Prozent durch, die Liste institutioneller Investoren kam auf 49,481 Prozent. Solche Ergebnisse lassen den Streit um die Kontrolle schnell gröĂer wirken, als es bei einem reinen Quartalsupdate der Fall wĂ€re.
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Dividende rĂŒckt nĂ€her
Kurzfristig richtet sich der Blick auch auf die AusschĂŒttung. FĂŒr Juni ist eine Dividende von 0,63 Euro je Aktie vorgesehen, die Auszahlung soll noch im selben Monat erfolgen. Die Dividendenrendite liegt bei 1,19 Prozent.
Bei einer Marktkapitalisierung von rund 30,67 Milliarden Euro und einem KGV von 24,53 bleibt die Bewertung ambitioniert. FĂŒr Leonardo zĂ€hlt deshalb nicht nur der starke Auftragseingang, sondern auch, ob das Unternehmen Gewinn und Cashflow weiter sauber nachzieht. Genau daran wird sich die nĂ€chste Kursbewegung messen lassen.
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