Libanon schlÀgt direkte Verhandlungen mit Israel vor
09.03.2026 - 17:31:47 | dpa.deAoun habe in einer Videokonferenz mit EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen und EU-RatsprĂ€sident AntĂłnio Costa eine entsprechende Initiative vorgestellt, hieĂ es in einer Regierungsmitteilung. Sie basiere auf vier Punkten: ein vollstĂ€ndiger Waffenstillstand, eine sofortige Bereitstellung logistischer UnterstĂŒtzung fĂŒr die libanesischen StreitkrĂ€fte, eine vollstĂ€ndige Entwaffnung der Hisbollah und direkte Verhandlungen zwischen Libanon und Israel unter internationaler Schirmherrschaft.
An der Videokonferenz nahmen noch weitere Staats- und Regierungschefs aus der Region teil, darunter Ăgyptens PrĂ€sident Abdel Fattah al-Sisi oder Iraks MinisterprĂ€sident Mohammed al-Sudani.
Hunderttausende Vertriebene durch jĂŒngste Eskalation
Mehr als 600.000 Menschen seien im Libanon im Zuge der jĂŒngsten Eskalation bereits vertrieben worden, betonte Aoun. "Einige von ihnen irren auf den StraĂen umher, ohne Obdach und ohne die grundlegendsten Lebensnotwendigkeiten", sagte er.
Als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten FĂŒhrers Ajatollah Ali Chamenei hatte die mit Teheran verbĂŒndete Hisbollah vor gut einer Woche wieder Raketen auf Israel abgefeuert. Seitdem greift das israelische MilitĂ€r wieder im gröĂeren Umfang im Libanon an. Die Hisbollah hat im Libanon eine Art Staat im Staate aufgebaut. Sie sieht sich als einzig wahre Widerstandskraft gegen den Erzfeind Israel. Auch der libanesische Staat ist offiziell im Kriegszustand mit Israel.
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