Nielsen: Grönland lieber Teil DÀnemarks als der USA
13.01.2026 - 16:02:38"Wenn wir zwischen den USA und DĂ€nemark wĂ€hlen mĂŒssen, dann wĂ€hlen wir DĂ€nemark", sagte Nielsen bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit DĂ€nemarks MinisterprĂ€sidentin Mette Frederiksen in Kopenhagen.
Frederiksen betonte, es sein nicht einfach gewesen, dem "völlig inakzeptablen Druck unserer engsten VerbĂŒndeten" standzuhalten. Aber man könne nicht mit Macht Grenzen verschieben und man könne keine Bevölkerung kaufen, betonte sie. Sie warnte jedoch: "Der hĂ€rteste Teil liegt noch vor uns." DafĂŒr gebe es derzeit viele Anzeichen.
Der dĂ€nische AuĂenminister Lars LĂžkke Rasmussen will an diesem Mittwoch in Washington mit US-VizeprĂ€sident JD Vance und US-AuĂenminister Marco Rubio ĂŒber die US-AnsprĂŒche auf die zu DĂ€nemark gehörende autonom verwaltete Insel sprechen. An dem Treffen soll auch die fĂŒr AuĂenpolitik zustĂ€ndige grönlĂ€ndische Ministerin Vivian Motzfeldt teilnehmen.
Nielsen: Grönland steht an der Seite DÀnemarks
Ob die direkten GesprĂ€che eine Entspannung bringen werden, war zunĂ€chst nicht abzusehen. Die Situation sei sehr ernst und der Druck auf die grönlĂ€ndische Bevölkerung Ă€uĂerst hoch, sagte Nielsen. Aber man stehe an der Seite DĂ€nemarks. Man gehe gemeinsam in die GesprĂ€che und verlasse sie auch gemeinsam wieder.
US-PrĂ€sident Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen erneut mit der Annexion Grönlands gedroht und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen begrĂŒndet. JĂŒngst machte er klar, dass es ihm um den langfristigen Besitz von Grönland geht. "Wir sprechen ĂŒber Erwerb, nicht ĂŒber eine Pacht", sagte er. DĂ€nemark und Grönland weisen Trumps BesitzansprĂŒche seit Wochen mit UnterstĂŒtzung zahlreicher europĂ€ischer Partner - darunter Deutschland - vehement zurĂŒck.

