Lindt, Sprüngli

Lindt & Sprüngli Aktie: Prognose-Dämpfer

Veröffentlicht am: 14.03.2026 um 04:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Schweizer Schokoladenhersteller meldet Rekordgewinn für 2025, senkt jedoch die Umsatzprognose für das laufende Jahr. Geopolitische Unsicherheiten und Kaufzurückhaltung trüben die Aussichten.

Lindt & Sprüngli Aktie: Prognose-Dämpfer Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de
Lindt & Sprüngli Aktie: Prognose-Dämpfer Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Lindt & Sprüngli hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem zweistelligen organischen Wachstum abgeschlossen, schaltet für das laufende Jahr jedoch einen Gang zurück. Trotz Rekordwerten beim operativen Ergebnis sorgt die herabgesetzte Umsatzprognose für 2026 für eine vorsichtigere Haltung am Markt.

Preismacht fängt Kakaokosten auf

Im vergangenen Jahr bewies der Schokoladenhersteller eine enorme Preissetzungsmacht. Um die massiv gestiegenen Rohstoffkosten für Kakao auszugleichen, erhöhte das Unternehmen die Preise im Schnitt um 19 Prozent. Diese Strategie ging auf: Das operative Ergebnis (EBIT) kletterte auf 971 Millionen CHF, was einer Marge von 16,4 Prozent entspricht. Trotz branchenweit sinkender Absatzmengen konnte sich der Konzern durch seine Premium-Positionierung deutlich vom Wettbewerb abheben.

Vorsichtiger Ausblick belastet

Für das Jahr 2026 dämpft das Management nun die Erwartungen. Das Ziel für das organische Umsatzwachstum wurde von zuvor bis zu 8 Prozent auf eine Spanne von 4 bis 6 Prozent korrigiert. Geopolitische Unsicherheiten und eine spürbare Kaufzurückhaltung der Konsumenten trüben die Aussichten. Insbesondere im ersten Halbjahr dürften die Absatzmengen durch weitere Preisanpassungen im Ostergeschäft unter Druck bleiben.

Die Aktie reagierte zuletzt empfindlich auf die gedämpften Aussichten. Mit einem Schlusskurs von 12.540 Euro am Freitag liegt der Titel gut 13,6 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom Juni 2025. Auf Sicht von sieben Tagen verzeichnet das Papier ein Minus von 7,25 Prozent.

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Kapitalrückgabe als Trostpflaster

Aktionäre sollen trotz der verhaltenen Prognose bei Laune gehalten werden. Der Verwaltungsrat schlägt für die Generalversammlung am 16. April eine Dividende von 1.800 CHF pro Namenaktie vor. Zusätzlich plant der Konzern ein neues Aktienrückkaufprogramm:

  • Volumen: Bis zu 1 Milliarde CHF
  • Start: 1. Juni 2026
  • Laufzeit: Bis Ende Mai 2029
  • Dividende Namenaktie: 1.800 CHF
  • Dividende Partizipationsschein: 180 CHF

Der Fokus liegt nun auf der zweiten Jahreshälfte 2026, in der das Management mit einer Erholung der Absatzmengen rechnet. Bis dahin bleibt die Volatilität der Kakaopreise der entscheidende Faktor für die Stabilität der operativen Marge.

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