Lufthansa-Kunden, Kreditkarten-Umstellung

Lufthansa-Kunden kritisieren umstÀndliche Kreditkarten-Umstellung

01.02.2026 - 15:30:12

Die Migration des Miles & More-Kreditkartenprogramms von der DKB zur Deutschen Bank stößt auf heftigen Widerstand treuer Vielflieger. Statt der versprochenen nahtlosen Übernahme müssen Kunden einen vollständigen Neuantrag stellen – inklusive Schufa-Abfrage.

Seit Oktober 2025 betreut die Deutsche Bank Europas größtes Vielfliegerprogramm. Der Wechsel sollte bis Frühjahr 2026 abgeschlossen sein und allen Karteninhabern in Deutschland verbesserte Leistungen bringen. Doch die Umsetzung geriet zum Stolperstein. Viele langjährige Kunden fühlen sich durch den bürokratischen Aufwand vor den Kopf gestoßen.

Trotz gleicher Gebühren versprachen Lufthansa und die Deutsche Bank im September 2025 zahlreiche Upgrades. Kernstück ist die Integration des Kreditkartenbankings in die Miles & More-App. Gold- und Frequent Traveller-Kunden erhalten automatisch den Marriott Bonvoy® Silver Elite-Status. Zusätzlich bieten ausgewählte Karten mehr mobiles Datenvolumen via Flexiroam. Als Wechselanreiz gab es die erste Monatsgebühr geschenkt sowie Bonusmeilen.

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Viele Nutzer aktivieren künftig ihre Kreditkarte direkt in der Miles & More-App – doch gerade auf Android-Geräten entstehen so neue Angriffsflächen: unsichere App-Berechtigungen, veraltete Systeme und Phishing-Mails. Das kostenlose Sicherheitspaket zeigt die 5 wichtigsten Schutzmaßnahmen für Android-Nutzer, erklärt Schritt für Schritt, wie Sie App-Rechte prüfen, automatische Updates aktivieren und Phishing-Versuche erkennen. Schützen Sie Mobile-Banking, Zahlungs-Apps und persönliche Daten sofort. Gratis-Sicherheitspaket für Android herunterladen

Doch diese Verlockungen verblassen für viele angesichts der praktischen Hürden.

Ärger über „Blanko-Zeichnung“ bei der Deutschen Bank

Der größte Kritikpunkt: Bestandskunden müssen bei der Deutschen Bank komplett neu antragen. Das bedeutet Identitätsprüfung und eine frische Schufa-Auskunft. Für viele fühlt sich das an wie eine erneute „Blanko-Zeichnung“ bei einer fremden Bank. Einige überlegen sogar, ihren Vertrag auslaufen zu lassen.

Die Deutsche Bank verteidigt das Vorgehen als branchenüblichen Standard. Bankaufsichtsrechtliche Vorgaben zur Sicherheit und Missbrauchsprävention machten diese Schritte nötig. Diese Erklärung beruhigt wenig. Kunden hatten einen einfacheren Kontotransfer von der DKB erwartet.

Dabei drängt die Zeit: Die alten DKB-Karten laufen am 30. April 2026 ab. Wer bis dahin nicht wechselt, kann keine Meilen mehr sammeln – und riskiert den Verfall bereits angesammelter Prämienmeilen.

Support-Chaos und doppelte Gebührengefahr

Die Transition verläuft holprig. Kunden berichten von unzureichender Unterstützung. Callcenter-Mitarbeiter könnten oft nicht helfen, und in manchen Filialen der Deutschen Bank fehle es an Informationen zum Wechsel.

Ein weiterer Stolperstein: Die alte DKB-Karte wird bei Aktivierung der neuen nicht automatisch gekündigt. Kunden müssen selbst aktiv werden, sonst drohen doppelte Gebühren. Zunächst sorgte auch der niedrige Standardkreditrahmen von 2.500 Euro für Unmut. Die Deutsche Bank hat ihn inzwischen verdoppelt.

Miles & More räumt ein, der Wechsel erfordere „Mühe“. Das Verfahren sei aber die sicherste Option. Die langfristigen Vorteile und Wechselboni würden den einmaligen Aufwand rechtfertigen.

Strategische Partnerschaft unter Beobachtung

Die Allianz von Miles & More mit der Deutschen Bank bei Mastercard als Netzwerkpartner ist strategisch angelegt. Sie zielt auf vertiefte Kundenbindung und erweiterte digitale Dienstleistungen ab. Die Bank bringt ihr Finanz-Know-how ein, um services auch jenseits des Flugverkehrs zu personalisieren.

Ob die digitale Transformation gelingt, hängt nun davon ab, wie die Partner die aktuellen Reibungen glätten. Die kommenden Monate bis zur finalen Umstellungsfrist sind entscheidend. Der Umgang mit den Serviceproblemen wird die Loyalität der großen deutschen Mitgliederbasis prägen.

Der gestaffelte Antragsprozess läuft weiter. Unterschiedliche Zeitpläne für Vielflieger und andere Karteninhaber gelten noch bis Mitte Februar 2026.

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