Lufthansa, Streiks

Lufthansa: Streiks enden am 18. April

22.04.2026 - 01:44:14 | boerse-global.de

Nach teuren Arbeitskämpfen und gestiegenen Treibstoffpreisen schrumpft die Lufthansa ihr Angebot. Die Aktie zeigt sich angeschlagen, während erste Tarifabschlüsse für Planungssicherheit sorgen.

Lufthansa: Streiks enden am 18. April - Foto: über boerse-global.de
Lufthansa: Streiks enden am 18. April - Foto: über boerse-global.de

Die Flugzeuge der Lufthansa heben wieder planmäßig ab. Nach fünf Streiktagen herrscht vorerst Ruhe an den deutschen Flughäfen. Die teuren Arbeitskämpfe zwingen den Vorstand nun aber zum Handeln.

Teures Kerosin zwingt zum Schrumpfen

Weil der Kostendruck enorm ist, zieht das Management die Bremse. Die Kerosinpreise haben sich seit dem Ausbruch des Iran-Krieges mehr als verdoppelt. Hinzu kommen die massiven Einnahmeausfälle durch die jüngsten Flugabsagen. Im April fielen über 2.700 Verbindungen aus. Die Folge: Der Konzern verkleinert seine Flotte.

Das beschlossene Maßnahmenpaket greift tief in den Flugplan ein. Die Lufthansa nimmt die Kapazitäten der Tochtergesellschaft CityLine dauerhaft aus dem Programm. Parallel dazu bereitet das Management einen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter vor.

Auch auf der Langstrecke dünnt das Unternehmen aus. Im Oktober verlassen die letzten vier Airbus A340 die Flotte, womit die Ära dieses Flugzeugtyps endet. Außerdem bleiben zwei Boeing-Jumbos im kommenden Winter am Boden.

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Erste Einigungen im Tarifstreit

Während der Vorstand beim Flugangebot kürzt, entspannt sich die Lage beim Personal. Die Vereinigung Cockpit und die Flugbegleitergewerkschaft UFO verzichten aktuell auf weitere Streiks. Beide Seiten prüfen nun, wie sie weiter verhandeln können.

Bei anderen Gesellschaften des Konzerns gibt es bereits unterschriebene Verträge. Die Lufthansa City Airlines erhält rückwirkend zum April ihren ersten eigenen Tarifvertrag. Die Laufzeit beträgt drei Jahre.

Auch das Bodenpersonal hat Planungssicherheit. Das Management einigte sich mit der Gewerkschaft ver.di auf einen Abschluss für gut 20.000 Beschäftigte. Diese erhalten in zwei Stufen insgesamt 4,6 Prozent mehr Geld.

Schwache Aktie vor wichtigen Terminen

An der Börse spiegeln sich die operativen Turbulenzen wider. Die Lufthansa-Aktie schloss am Dienstag bei 7,70 Euro und verzeichnete einen leichten Tagesverlust. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf knapp zehn Prozent.

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Dieser Verkaufsdruck zeigt sich auch in der Charttechnik. Mit einem RSI-Wert von 24,7 gilt das Papier aktuell als stark überverkauft.

Die nächsten Wochen bringen weitere Klarheit für Investoren. Im Mai veröffentlicht die Lufthansa Group ihre Zahlen für das erste Quartal. Am 12. Mai folgt dann die Hauptversammlung in Frankfurt. Dort steht die Wahl von Johannes Teyssen zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden auf der Tagesordnung.

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