LVMH Aktie: Besser als alle anderen?
19.04.2026 - 06:11:00 | boerse-global.deDer europäische Luxussektor hat 2026 rund 176 Milliarden Euro an Börsenwert verloren. LVMH steht mittendrin — und sieht trotzdem vergleichsweise gut aus.
Im ersten Quartal erzielte der Konzern einen Umsatz von 19,1 Milliarden Euro. Auf berichteter Basis sank der Umsatz um 6 Prozent, organisch wuchs er jedoch leicht um 1 Prozent. Der Unterschied erklärt sich fast vollständig durch Währungseffekte: Der negative Währungseinfluss betrug 7 Prozentpunkte.
Watches & Jewelry zieht, Fashion schwächelt
Die Performance war alles andere als einheitlich. Das Segment Uhren & Schmuck legte um 7 Prozent zu, Sephora wuchs um 4 Prozent. Mode & Lederwaren — das Herzstück des Konzerns — gab dagegen 2 Prozent nach. Die Abkühlung bei Premium-Bekleidung trifft die gesamte Branche, LVMH bildet keine Ausnahme.
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Hinzu kommt der Nahost-Faktor. Der anhaltende Konflikt in der Region drückte den Umsatz um einen weiteren Prozentpunkt. Frankreich, traditionell ein Magnet für kaufkräftige Touristen, verzeichnete ein Minus von 3 Prozent.
Kering und Hermès zeigen, wie es schlimmer geht
Der Vergleich mit den Wettbewerbern fällt deutlich aus. Kering meldete für Q1 einen Umsatzrückgang von 6,2 Prozent, Gucci brach organisch sogar um 8 Prozent ein. Hermès steigerte den Umsatz zwar auf 4,1 Milliarden Euro — das entspricht einem Plus von 5,6 Prozent auf konstanter Währungsbasis — verfehlte damit aber die Analystenerwartungen von rund 7 Prozent. Die Folge: Die Hermès-Aktie verlor am 15. April an einem einzigen Tag 14 Prozent.
LVMH hält sich stabiler. Die Aktie notiert bei 496,30 Euro, rund 24 Prozent unter dem Jahreshoch von 652,80 Euro. Auf Jahressicht liegt das Minus bei knapp 23 Prozent — schmerzhaft, aber weniger als bei Hermès, das seit Jahresbeginn 24 Prozent verloren hat.
Geopolitik als Schlüsselvariable
Was die Stimmung in der kommenden Woche prägen dürfte: Am 17. April öffnete die Straße von Hormuz wieder, aus der Region Israel-Libanon wurden Waffenstillstandsberichte gemeldet. Für einen Sektor, der so stark von internationalem Tourismus abhängt wie Luxusgüter, sind das keine Kleinigkeiten. Ob die geopolitische Entspannung tatsächlich zu mehr Reiseverkehr und damit zu höheren Umsätzen in Paris, Mailand und Dubai führt, wird sich in den nächsten Quartalszahlen zeigen — und könnte die Neubewertung des gesamten Sektors einleiten.
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