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Lynas Rare Earths Aktie: 30-Milliarden-Won-Allianz mit LS Eco Energy

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 20:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Lynas Rare Earths und LS Eco Energy investieren 60 Milliarden Won in eine gemeinsame Lieferkette für Seltene Erden außerhalb Chinas.

Lynas Rare Earths: Milliarden-Deal mit Südkorea gegen China-Dominanz
Abstrakte Darstellung von seltenen Erden und Industriematerialien in einem modernen, professionellen Umfeld. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der australische Seltene-Erden-Produzent Lynas Rare Earths hat am heutigen Montag eine strategische Allianz mit dem südkoreanischen Unternehmen LS Eco Energy bekannt gegeben. Beide Partner investieren im Rahmen eines gegenseitigen Abkommens jeweils 30 Milliarden Won (rund 29 Millionen Australische Dollar) in Wandelschuldverschreibungen des jeweils anderen. Diese Kooperation zielt darauf ab, eine integrierte Lieferkette außerhalb Chinas aufzubauen und die Abhängigkeit von chinesischen Exportkontrollen zu reduzieren.

Strategisches Bündnis gegen die Abhängigkeit von China

Die Vereinbarung folgt auf eine im März getroffene Vorabsprache. Im Kern der Partnerschaft steht die vertikale Integration: Lynas liefert die Rohstoffe, die LS Eco Energy zu Metallen weiterverarbeitet. In der ersten Phase konzentriert sich das Vorhaben auf die Produktion von Samarium-Metall für den Verteidigungssektor. Dieser Rohstoff wird unter anderem für Magnete in Kampfjets, Raketen und Radarsystemen benötigt. Zukünftig soll die Produktion auf weitere Metalle wie Dyprosium, Terbium sowie Neodym-Praseodym (NdPr) ausgeweitet werden.

Laut Medienberichten betont CEO Lee Sang-ho, dass diese Investition den starken Willen zum gemeinsamen Ausbau des Geschäfts mit Seltenen Erden ausdrückt. Lynas festigt damit seine Position als einziger kommerziell bedeutender Produzent dieser Rohstoffe außerhalb Chinas. Der Konzern betreibt die Mt Weld Mine in Australien und Verarbeitungsanlagen in Malaysia.

Umsatzsprung im vierten Quartal

Parallel zur neuen Partnerschaft meldete das Unternehmen für das am 30. Juni beendete vierte Quartal einen massiven Umsatzanstieg. Die Erlöse kletterten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 70 Prozent auf 288,9 Millionen Australische Dollar. Dies markiert den höchsten Quartalsumsatz seit Mitte 2022. Getrieben wurde das Wachstum durch eine stärkere Nachfrage nach schweren Seltenen Erden und einen neuen Rekord beim durchschnittlichen Verkaufspreis von 98,20 Dollar pro Kilogramm.

An der Börse wird die Entwicklung heute positiv aufgenommen. Der Kurs der Aktie notiert aktuell bei 9,02 Euro, was einem Tagesplus von 2,51 Prozent entspricht. Seit Jahresbeginn konnte das Wertpapier damit bereits um 25,82 Prozent zulegen.

Kostensteigerungen bei Expansionsprojekten

Trotz der operativen Rekorde sieht sich das Management mit steigenden Investitionskosten konfrontiert. Die Schätzungen für die Erweiterung der Anlage für schwere Seltene Erden im malaysischen Gebeng wurden deutlich nach oben korrigiert. Statt der ursprünglich veranschlagten 180 Millionen Australischen Dollar werden nun rund 294 Millionen Dollar erwartet. Diese Kostensteigerung wirft Fragen zur Wirtschaftlichkeit der Replikation chinesischer Verarbeitungsprozesse im Ausland auf.

Interim-CEO Pol Le Roux verwies jedoch auf die solide Finanzbasis des Unternehmens. Lynas verfügt zum Stichtag über Barmittel in Höhe von 1,21 Milliarden Australischen Dollar. Neben dem Engagement in Korea treibt das Unternehmen zudem den Bau einer neuen Magnetfabrik in Malaysia voran, die in Zusammenarbeit mit JS Link realisiert wird und rund 50 Millionen Dollar kosten soll.

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