MangelernÀhrung im Alter: Die unterschÀtzte Gefahr
07.02.2026 - 08:15:12Ungewollter Gewichtsverlust bei Senioren ist ein massives Gesundheitsrisiko. Experten warnen vor den Folgen und zeigen wirksame Gegenstrategien auf.
Etwa jeder vierte Bewohner in Pflegeeinrichtungen ist untergewichtig. Die Ursachen sind komplex: Ein nachlassender Geschmackssinn, Kauprobleme oder Einsamkeit dämpfen den Appetit. Chronische Krankheiten und Medikamente verschärfen das Problem oft noch.
Warum der Hunger im Alter schwindet
Der Körper verändert sich. Der Stoffwechsel läuft langsamer, das Durst- und Hungergefühl lässt nach. Doch der Bedarf an Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen bleibt hoch. Das ist die zentrale Herausforderung.
Soziale Faktoren kommen hinzu. Wer alleine isst, verliert oft die Freude am Essen. Physische Hürden wie schlecht sitzende Zahnprothesen oder Probleme beim Einkaufen tun ihr Übriges.
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Die fatalen Folgen von Untergewicht
Unbeabsichtigter Gewichtsverlust ist ein Alarmsignal. Er führt zum Abbau wertvoller Muskelmasse – Mediziner sprechen von Sarkopenie. Die Folgen sind drastisch:
* Höheres Sturz- und Bruchrisiko
* Eingeschränkte Mobilität
* Verlust der Selbstständigkeit
Ein geschwächtes Immunsystem, langsamere Wundheilung und allgemeine Schwäche sind weitere Konsequenzen. Ein Teufelskreis aus Inaktivität und fortschreitendem Abbau beginnt.
So lässt sich gegensteuern
Die Strategie der Experten: Nährstoff- und energiereiche Kost in kleinen, über den Tag verteilten Mahlzeiten. Große Portionen schrecken oft ab.
Energie clever zuführen:
* Speisen mit hochwertigen Ölen, Sahne oder Butter anreichern
* Nüsse, Käse oder angereicherte Joghurts als Snacks nutzen
* Kalorien trinken: Smoothies und Milchshakes sind gute Alternativen
Proteine für die Muskeln:
Für den Muskelerhalt ist Eiweiß entscheidend. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für über 65-Jährige etwa 1,0 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Gute Quellen sind:
* Milchprodukte und Eier
* Mageres Fleisch und Fisch
* Hülsenfrüchte und Nüsse
Bei Bedarf kann spezielle Trinknahrung helfen.
Eine Aufgabe für die ganze Gesellschaft
Angesichts des demografischen Wandels wird Mangelernährung zur gesamtgesellschaftlichen Herausforderung. Experten fordern ein routinemäßiges Screening in Kliniken und Pflegeeinrichtungen.
Die Früherkennung ist entscheidend. Warnsignale wie locker sitzende Kleidung, neue Schwäche oder verringerte Essensmengen müssen ernst genommen werden. Eine bessere Aufklärung von Senioren, Angehörigen und Pflegekräften ist der erste Schritt.
Prävention beginnt früher
Die Zukunft liegt in der Vorbeugung. Eine proteinreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung, besonders leichtes Krafttraining, sollten schon im mittleren Alter etabliert werden. Sie erhalten die Muskulatur und regen den Appetit an.
Technologie könnte künftig helfen – etwa mit Apps zur Nährstoffkontrolle. Das Ziel ist klar: Mangelernährung darf keine akzeptierte Alterserscheinung bleiben, sondern muss als behandelbarer Zustung erkannt werden.
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