Schwesig, Kanzler

Schwesig: 'Da muss der Kanzler ran'

01.02.2026 - 19:09:15

Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig (SPD) lehnt aus der Union geforderte SozialkĂŒrzungen zur StĂ€rkung des Wirtschaftswachstums in Deutschland ab.

Stattdessen mĂŒssten die Energiepreise gesenkt werden, sie seien "ein essenzielles Problem", sagte Schwesig in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin".

Schwesig unterstrich: "Ich teile ĂŒberhaupt nicht, dass die Deutschen zu wenig arbeiten, was wir hier in den letzten Wochen vor allem von der Union hören." In den vergangenen Wochen hatten Forderungen aus der CDU fĂŒr EinschrĂ€nkungen bei der Teilzeit oder weniger Krankschreibungen fĂŒr Schlagzeilen gesorgt. Zuletzt forderte der CDU-Wirtschaftsrat, ein parteinaher Unternehmensverband, rigorose Einschnitte etwa beim Arbeitslosengeld I und den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

"Wir mĂŒssen die Unternehmen sichern"

Klagen ĂŒber zu viel Krankschreiben oder zu wenige Arbeitsstunden gingen "total an der LebensrealitĂ€t und ArbeitsrealitĂ€t vieler Menschen vorbei", sagte Schwesig. Der Kern des Problems fĂŒr viele Unternehmen sei vielmehr, dass die Energiepreise zu hoch seien. Das gelte fĂŒr Handwerker und große Industrieunternehmen. Bisherige Schritte der Bundesregierung dagegen reichten nicht.

"Das Problem der hohen Arbeitslosigkeit ist nicht, dass die Menschen zu wenig arbeiten, sondern dass gerade ganz viele Stellen abgebaut werden." Hier sei Regierungschef Friedrich Merz (CDU) gefragt. "Da muss der Kanzler ran", sagte Schwesig. "Wir mĂŒssen die Unternehmen sichern, und das geht vor allem mit WettbewerbsfĂ€higkeit durch kleine Energiepreise."

@ dpa.de