Frankreichs PrĂ€sident Macron: Trump braucht EuropĂ€er fĂŒr Plan
23.11.2025 - 10:52:09Als Beispiele nannte Macron am Rande des G20-Gipfels in Johannesburg Elemente, die sich auf die Verwendung von in der EU festgesetzten Geldern der russischen Zentralbank sowie auf die Nato, die G8 und das VerhÀltnis zwischen der Ukraine und der EU beziehen.
"Die eingefrorenen Vermögenswerte werden von den EuropĂ€ern gehalten. Die europĂ€ische Integration der Ukraine liegt in der Hand der EuropĂ€er. Was die Nato tut, liegt in der Hand der Nato-Mitgliedstaaten", sagte er. Es gebe also viele Punkte, die eine breitere Abstimmung erforderten." Man wolle Frieden, aber einen Frieden, der die Sicherheitsinteressen der Ukrainer und der anderen EuropĂ€er berĂŒcksichtige.
G8-Gruppe kann nur einstimmig wiederbelebt werden
"Wir wissen, dass die Russen zurĂŒckkehren und ihre Versprechen brechen werden, wenn keine Abschreckungselemente vorhanden sind", sagte Macron. Das habe man in der Vergangenheit mehrfach gesehen, vor allem im Februar 2022, als Kremlchef Wladimir Putin seine StreitkrĂ€fte die Ukraine ĂŒberfallen lieĂ. Elemente des US-Plans, nach denen die GröĂe der ukrainischen Armee eingeschrĂ€nkt wĂŒrden, seien zudem auch eine EinschrĂ€nkung der SouverĂ€nitĂ€t des Landes.
Mit Blick auf die im US-Plan vorgesehene Wiederbelebung der sogenannten G8-Gipfel groĂer Industrienationen verwies Macron darauf, dass dies nur dann möglich sei, wenn alle Mitglieder der derzeitigen G7-Gruppe dem zustimmten. Heute seien die Bedingungen fĂŒr eine Wiederaufnahme Russlands nicht gegeben, betonte Macron, der im kommenden Jahr Gastgeber des G7-Gipfels ist.
EuropÀer wollen nachverhandeln
Ziel von Macron und den anderen EuropĂ€ern ist es, aus ihrer Sicht inakzeptable ZugestĂ€ndnisse an Russland aus dem 28-Punkte-Plan der Amerikaner herauszuverhandeln. Der US-Vorschlag sieht zum Beispiel vor, dass die Ukraine auch bislang noch verteidigte Gebiete an Russland abtritt, ihre militĂ€rischen FĂ€higkeiten beschrĂ€nkt und die Nato einen Verzicht auf jegliche Erweiterung erklĂ€rt. Russland mĂŒsste dagegen nur vergleichsweise geringe ZugestĂ€ndnisse machen und unter anderem auf in der EU eingefrorenes Staatsvermögen verzichten. Dieses wĂŒrde fĂŒr den Wiederaufbau der Ukraine genutzt werden.
Mit Blick auf die EU ist in dem Vertrag vorgesehen, dass die Ukraine bis zu ihrer Aufnahme kurzfristig einen bevorzugten Zugang zum europĂ€ischen Markt erhalten soll. Zudem wird festgelegt, wie in der EU festgesetztes russisches Staatsvermögen fĂŒr den Wiederaufbau der Ukraine genutzt werden soll.

