US-Senatorin, Grönland

US-Senatorin: Grönland als VerbĂŒndeter, nicht als Besitz

16.01.2026 - 17:49:50

Mehrere US-Parlamentarier haben bei einer Reise nach DĂ€nemark die AnsprĂŒche von US-PrĂ€sident Donald Trump auf Grönland kritisiert.

"Grönland sollte als VerbĂŒndeter gesehen werden, nicht als Besitz", sagte die republikanische US-Senatorin Lisa Murkowski bei einer Pressekonferenz im dĂ€nischen ParlamentsgebĂ€ude in Kopenhagen.

Zuvor hatten Murkowski, weitere Senatoren und Mitglieder des US-ReprÀsentantenhauses sich mit Parlamentariern aus DÀnemark und Grönland getroffen. Auch ein Treffen mit der dÀnischen MinisterprÀsidentin Mette Frederiksen und dem grönlÀndischen Regierungschef Jens-Frederik Nielsen stand auf dem Programm der Delegation.

Bedrohungen durch Russland und China? "Derzeit nicht"

Die Republikanerin Murkowski, die fĂŒr den US-Bundesstaat Alaska im Senat sitzt, ist dafĂŒr bekannt, dass sie zu den wenigen Parteikollegen des US-PrĂ€sidenten gehört, die nicht vor eine Konfrontation mit ihm zurĂŒckschrecken. Sie gehört auch zu den Initiatorinnen eines Gesetzentwurfs, der es Trumps Regierung verbieten wĂŒrde, das Gebiet eines Nato-Staats ohne die Zustimmung des betroffenen BĂŒndnispartners zu annektieren, zu besetzen oder anderweitig zu kontrollieren.

Das weitgehend autonome Grönland gehört zum Hoheitsgebiet DĂ€nemarks. US-PrĂ€sident Trump hat wiederholt deutlich gemacht, dass Amerika sich die grĂ¶ĂŸtenteils von Eis bedeckte Insel einverleiben will - was die europĂ€ischen Nato-Partner vehement ablehnen.

Die US-Parlamentarier waren in die dĂ€nische Hauptstadt gereist, um mit grönlĂ€ndischen und dĂ€nischen Kollegen ins GesprĂ€ch zu kommen. Man wolle deren Perspektiven mit zurĂŒck in die USA nehmen, um "die Temperatur zu senken" in der derzeit aufgeheizten Debatte, sagte der demokratische Senator aus Delaware, Chris Coons. In Anspielung auf einen der GrĂŒnde, den Trump fĂŒr die Notwendigkeit einer Übernahme Grönlands durch die USA nennt, sagte Coons: "Gibt es Bedrohungen fĂŒr die Sicherheit Grönlands durch Russland und China? Nein, derzeit nicht."

@ dpa.de