Mental Health Coaches an Schulen: Bund streicht erfolgreiches Programm
27.01.2026 - 09:00:12
Das Bundesprogramm „Mental Health Coaches“ an Schulen ist ausgelaufen. Trotz positiver Evaluierung wurden die Mittel im neuen Haushalt nicht verlängert. Damit verschwindet ein niedrigschwelliges Hilfsangebot für psychisch belastete Jugendliche.
Das Pilotprojekt war ein Erfolg. An über 100 Schulen boten Fachkräfte direkte Gespräche und Hilfe im Schulalltag. Eine Studie der Universität Leipzig bescheinigte dem Programm hohe Akzeptanz und Wirksamkeit. 90 Prozent der Beteiligten wollten es fortgesetzt sehen.
Dennoch strich der Bund die Finanzierung zum Jahresende. Bildungsexperten und Jugendverbände kritisieren diese Entscheidung scharf. Das Programm baute gezielt Resilienz auf und bekämpfte Stigmatisierung – genau dort, wo Jugendliche einen Großteil ihrer Zeit verbringen.
Startchancen-Programm als neuer Hoffnungsträger
Künftig soll das milliardenschwere „Startchancen-Programm“ Lücken füllen. 20 Milliarden Euro fließen in den nächsten zehn Jahren an etwa 4.000 benachteiligte Schulen. Ein Teil des Geldes ist für multiprofessionelle Teams vorgesehen, in die auch Psychologen integriert werden könnten.
Experten sehen hier die Chance, eine dauerhafte psychosoziale Versorgung an Schulen zu etablieren. Die entscheidende Frage bleibt: Werden die Schulen die Mittel tatsächlich für die mentale Gesundheit ihrer Schüler einsetzen?
KI soll als digitale Frühwarnung dienen
Parallel forschen Wissenschaftler an technologischen Lösungen. Projekte wie AI-PHCA entwickeln KI-gestützte Apps, die psychische Krisen früh erkennen sollen. Der Bedarf ist offensichtlich.
Passend zum Thema KI-gestützte Frühwarnsysteme: Seit August 2024 gelten neue EU‑Regeln für KI, und viele Entwickler wissen nicht, welche Pflichten jetzt greifen. Für Schulen, Startups und Anbieter digitaler Gesundheits‑Apps bringen die Vorgaben Anforderungen an Risikoklassifizierung, Kennzeichnung und ausführliche Dokumentation mit sich. Ein praxisnaher, kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt Schritt für Schritt, wie sich Projekte rechtssicher planen lassen – inkl. konkreter Checklisten für Bildungseinrichtungen. Kostenlosen KI-Umsetzungsleitfaden herunterladen
Eine aktuelle US-Studie zeigt: Rund 13 Prozent der Jugendlichen nutzen generative KI bereits für psychologischen Rat. Die Entwicklung unterstreicht die Dringlichkeit, sichere und qualitätsgeprüfte digitale Angebote zu schaffen.
Warum das Thema drängt
Die psychische Belastung junger Menschen in Deutschland ist weiterhin hoch. Laut der COPSY-Studie des UKE Hamburg gilt fast jeder vierte Heranwachsende als psychisch auffällig. Die Pandemie-Folgen wirken nach.
Gleichzeitig mahnt die Bundesschülerkonferenz mehr Schulsozialarbeit und besser geschulte Lehrkräfte an. Deutschland steht vor der Herausforderung, Prävention dauerhaft im System zu verankern – und nicht nur in Modellprojekten.
PS: Schulen und kommunale Träger, die digitale Präventionsangebote planen, sollten sich jetzt vorbereiten. Der Leitfaden zeigt konkret, welche Nachweise zur Datenverarbeitung und Algorithmus‑Dokumentation nötig sind, damit Schülerdaten geschützt bleiben und Projekte förderfähig sind. Ideal für Schulleitungen, IT‑Verantwortliche und Startups, die KI in der Schulpsychologie einsetzen wollen. Jetzt Leitfaden zur KI-Verordnung anfordern

