Mercedes, UmsÀtze

Mercedes: UmsĂ€tze pro Pkw nach starkem Anstieg rĂŒcklĂ€ufig

13.03.2026 - 06:08:13 | dpa.de

Mercedes-Benz DE0007100000 hat nach extrem guten GeschĂ€ftsjahren mit satten Gewinnen vor allem in den vergangenen zwei Jahren deutliche RĂŒckgĂ€nge bei wichtigen Finanzkennzahlen verzeichnet.

Die erfolgreichen Jahre dĂŒrften auch damit zusammenhĂ€ngen, dass es dem Stuttgarter Autobauer gelungen ist, im Schnitt deutlich mehr Geld pro verkauftem Auto zu erhalten.

Den Umsatz pro verkauftem Pkw konnte Mercedes seit 2019 stark steigern, doch nach dem Höhepunkt 2023 ist der Wert auch hier in den beiden Folgejahren wieder gesunken. Das zeigt eine Auswertung des sogenannten "Average Selling Price" (ASP) durch die Deutsche Presse-Agentur in Stuttgart. Die Finanzkennzahl geht aus PrÀsentationen zu den Jahreszahlen hervor.

Demnach lag der ASP 2025 bei 68.100 Euro, nach 71.000 Euro im Vorjahr. Das entspricht einem RĂŒckgang von vier Prozent. 2019 hatte der ASP noch bei vergleichsweise schmalen 51.000 Euro gelegen. Es folgte ein steiler Anstieg: 2020 kletterte er zunĂ€chst auf 55.700 Euro, gefolgt von 67.100 Euro (2021) und 72.900 Euro (2022). 2023 lag er schließlich bei 74.200 Euro.

Was der ASP aussagt und was ihn beeinflusst

Der ASP setze den Umsatz der Pkw-Sparte ins VerhĂ€ltnis zu deren Absatz, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Es werde ausschließlich das vollkonsolidierte KerngeschĂ€ft betrachtet. Allerdings eigne sich der Wert dem Sprecher zufolge nur bedingt als Indikator dafĂŒr, wie sich aus Sicht der Kunden die Preise entwickelt haben.

Die Verkaufspreise seien natĂŒrlich ein wesentlicher Faktor, es kĂ€men aber eine Reihe von anderen - teils externen - Faktoren hinzu, wie zum Beispiel WĂ€hrungseffekte. So könne sich die Kennzahl signifikant verĂ€ndern, ohne dass sich der tatsĂ€chliche Preis fĂŒr Kunden Ă€ndere.

2025 seien die WĂ€hrungseffekte signifikant gewesen, was einen Teil des RĂŒckgangs im Vergleich zum Vorjahr erklĂ€re. "Die signifikante Steigerung des Wertes ist vor allem das Resultat einer konsequenten Umsetzung unserer Strategie - unser Fokus liegt klar auf Wertschöpfung statt auf reinem Volumen", teilte der Sprecher mit.

So habe Mercedes den Anteil seiner Top-End-Fahrzeuge, die besonders viel Gewinn abwerfen, signifikant ausgebaut. Zu dieser Kategorie zÀhlen zum Beispiel die S- oder G-Klasse, aber auch AMG oder Maybach. Machten diese 2019 noch circa zehn Prozent des Portfolios aus, lag der Anteil 2025 bei 15 Prozent, wie der Sprecher mitteilte. Gleichzeitig habe Mercedes seine VerkÀufe zu höherwertig konfigurierten Fahrzeugen verschoben. Parallel habe Mercedes den Anteil an traditionell margenschwÀcheren Flotten- und VolumenkanÀlen bewusst reduziert.

Mercedes habe in den vergangenen Jahren auf eine Luxusstrategie gesetzt und das nun wieder geĂ€ndert, sagte der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer. Der Autobauer setze "nun nicht mehr auf Luxus-Pur". Man sehe, dass die Steigerung nach oben Grenzen habe. Er gehe nicht davon aus, dass die Kennzahl in den nĂ€chsten Jahren wieder ĂŒber 70.000 Euro steige, sagte Dudenhöffer.

Gewinneinbruch 2025

Bei dem Dax DE0008469008-Konzern war der Gewinn 2025 um knapp die HĂ€lfte auf 5,3 Milliarden Euro eingebrochen. Zölle, negative Wechselkurseffekte und der intensive Wettbewerb in China hĂ€tten die Ergebnisse belastet. Auch der Umsatz und der Absatz waren zurĂŒckgegangen. Bereits 2024 hatte Mercedes einen deutlichen GewinnrĂŒckgang verzeichnet. Der Autobauer reagierte und legte ein Sparprogramm auf, um wieder profitabler zu werden.

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