Mercedes steigt ins Robotaxi-GeschÀft ein
09.12.2025 - 13:00:35Der Autohersteller kĂŒndigte gemeinem mit dem chinesischen Softwarepartner Momenta einen fahrerlosen Shuttle-Service auf Basis der neuen S-Klasse an. Erste Testfahrzeuge sollen in KĂŒrze in Abu Dhabi unterwegs sein, teilte das Dax DE0008469008-Unternehmen aus Stuttgart mit. Betrieben werde die kĂŒnftige Robotaxi-Flotte dort vom lokalen MobilitĂ€tsanbieter Lumo.
Nach einer ersten Testphase beabsichtigen die Partner demnach eine breitere EinfĂŒhrung an weiteren Standorten und in anderen MĂ€rkten. Technikchef und Entwicklungsvorstand Jörg Burzer teilte mit: "Mit einem S-Klasse Robotaxi legen wir die Messlatte fĂŒr automatisierte MobilitĂ€t höher".
Bei den Robotaxis handelt es sich den Angaben nach um ein Level-4-System - die Fahrzeuge können also in festgelegten Gebieten und unter bestimmten Einsatzbedingungen autonom fahren. Interessant ist der Schritt auch deshalb, weil sich die Schwaben zuletzt aus dem klassischen Taxi-GeschĂ€ft immer weiter zurĂŒckgezogen hatten. Um die Entwicklung des autonomen Fahrens zu beschleunigen, prĂŒft Mercedes den Angaben nach auch die Möglichkeiten eines Robotaxi-Ăkosystems auf Basis einer Nvidia US67066G1040-Plattform.
Anbieter drÀngen auf den Markt
Als fĂŒhrend bei Robotaxis gilt Waymo. Die fahrerlosen Robotaxis der Google US02079K1079-Schwesterfirma sind in einer Handvoll von US-StĂ€dten unterwegs und machen inzwischen Hunderttausende bezahlte Fahrten mit Passagieren pro Woche. Im kommenden Jahr will Waymo auch in Europa starten, zunĂ€chst in London. Aber auch andere Unternehmen haben Ambitionen in dem Milliardenmarkt - darunter Tesla US88160R1014, die Amazon US0231351067-Tochter Zoox, der Fahrdienst-Vermittler Uber US90353T1007, Volkswagen DE0007664039 mit dem vollautonomen Minibus ID-Buzz und chinesische Anbieter wie WeRide.
Mercedes dĂŒrfte sich mit dem neuen Angebot von anderen Anbietern absetzen wollen: Die S-Klasse ist das AushĂ€ngeschild des Konzerns, gilt als luxuriös und bietet GĂ€sten auf den hinteren SitzplĂ€tzen viel Platz. Ende Januar stellt der Autobauer eine vor allem technisch ĂŒberarbeitete Version der Limousine vor.
Beim hochautomatisierten Fahren nach Level 3, bei dem der Fahrer zeitweise die Verantwortung ans Auto abgeben kann, ist Mercedes bisher gut aufgestellt: Die Marke bietet fĂŒr Privatkunden in der S-Klasse und dem E-Pendant EQS ein System an, das bis Tempo 95 auf der Autobahn das Lenkrad ĂŒbernehmen darf. In den nĂ€chsten fĂŒnf Jahren will Mercedes die Maximalgeschwindigkeit auf 130 Kilometer pro Stunde erhöhen.

