Merz warnt vor Verlust von ArbeitsplÀtzen in der Industrie
Veröffentlicht am: 06.09.2026 um 11:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWSVolkswagen stehe beispielhaft fĂŒr die schwierige Lage der Automobilindustrie in Deutschland und Europa, sagte der CDU-Chef bei einer Wahlkampfveranstaltung seiner Partei in Langenhagen bei Hannover.
"Uns gehen im Augenblick in groĂem Umfang IndustriearbeitsplĂ€tze verloren", warnte Merz kurz vor den niedersĂ€chsischen Kommunalwahlen. Diesen Trend mĂŒsse und wolle man stoppen. "Deutschland muss ein Industrieland bleiben!"
Merz begrĂŒĂt Einigung bei Volkswagen
Die jĂŒngste Einigung im VW-Aufsichtsrat begrĂŒĂte der Kanzler. Ein offener Streit ĂŒber die FĂŒhrung des Konzerns bis hin zu einer auĂerordentlichen Hauptversammlung wĂ€re "alles andere als hilfreich" gewesen. Die Einigung sei allerdings zunĂ€chst nur vorlĂ€ufig.
Merz stellte die besondere Bedeutung des Konzerns fĂŒr Niedersachsen heraus. "Kein Land ist so stark geprĂ€gt von einem groĂen Industrieunternehmen wie Niedersachsen." Das Schicksal von Volkswagen sei deshalb nicht mit dem eines beliebigen privatwirtschaftlichen Unternehmens vergleichbar. An dem Autobauer hingen zudem zahlreiche ArbeitsplĂ€tze bei Zulieferern sowie in Handel und Gewerbe.
Lechner wirft Landesregierung VersÀumnisse vor
Niedersachsens CDU-Landeschef Sebastian Lechner warf der Landesregierung VersĂ€umnisse vor. Schon vor zwei Jahren sei absehbar gewesen, dass Volkswagen vor Schwierigkeiten stehe. Diese Zeit hĂ€tte genutzt werden mĂŒssen, um Perspektiven fĂŒr die niedersĂ€chsischen Werke zu entwickeln.
Lechner begrĂŒĂte die Einigung ebenfalls, kritisierte aber die weiterhin fehlende Klarheit fĂŒr mehrere Standorte. Unter anderem ĂŒber die Zukunft der Werke in Hannover und Emden soll bis Juni des kommenden Jahres entschieden werden. Die CDU werde konstruktiv an Lösungen mitarbeiten, sagte Lechner.
Zukunft von vier deutschen VW-Werken bleibt weiter offen
Der VW-Aufsichtsrat hatte einem umfassenden Konzernumbau zugestimmt. Dieser sieht einen weiteren Abbau Zehntausender Stellen und eine Verkleinerung des Modellangebots vor. Die Zukunft von vier deutschen Werken bleibt zunÀchst offen.
