Meta erklÀrt 2026 zum Jahr der persönlichen Superintelligenz
29.01.2026 - 04:15:11Meta investiert in diesem Jahr bis zu 135 Milliarden Euro, um eine neue KI-Ära einzuläuten. Das Ziel: Aus Facebook und Instagram sollen persönliche Assistenten werden, die Nutzer intim verstehen. Der bisherige Fokus auf das Metaverse wird dafür deutlich zurückgefahren.
Der Plan wurde am Mittwoch in einem Gespräch mit Investoren vorgestellt. Kern der Strategie ist die Entwicklung einer „persönlichen Superintelligenz“. Diese soll nicht primär Arbeit automatisieren, sondern Einzelpersonen Werkzeuge an die Hand geben. Die KI-Agenten sollen persönliche Ziele unterstützen, Inhalte generieren und soziale Verbindungen vertiefen.
Vom Metaverse zur KI: Ein strategischer Schwenk
Die gewaltigen Investitionen markieren einen klaren Kurswechsel. Das Geld fließt vor allem in Rechenzentren, eigene Chips und die benötigte Energie. Für letztere hat Meta kürzlich langfristige Verträge für Atomstrom abgeschlossen. Die Mittel werden jedoch von anderen Bereichen abgezogen.
Passend zum Thema Regulierung – Die EU hat mit der KI‑Verordnung neue Pflichten für Entwickler, Anbieter und Nutzer von KI‑Systemen eingeführt. Wer KI in Apps oder Diensten einsetzt, muss Kennzeichnungspflichten, Risikoklassifizierung und umfassende Dokumentation beachten. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt praxisnah, welche Schritte jetzt nötig sind, welche Fristen gelten und wie Sie Ihr System rechtssicher einordnen. Jetzt den kostenlosen KI-Umsetzungsleitfaden herunterladen
Die Abteilung Reality Labs, Herzstück der Metaverse-Ambitionen, wird heruntergefahren. Sie verbuchte im vierten Quartal 2025 einen operativen Verlust von 6,02 Milliarden Dollar. Im Januar wurden dort über 1.000 Stellen gestrichen. Die Zukunft liegt stattdessen in zugänglicherer Technik wie den KI-gesteuerten Ray-Ban-Brillen, deren Verkäufe sich 2025 verdreifachten.
„Agentic Commerce“: Der Weg zur Monetarisierung
Wie will der Konzern die Milliardeninvestitionen refinanzieren? Eine zentrale Antwort heißt „Agentic Commerce“. Intelligente Einkaufstools sollen die gewaltigen Nutzerdaten auswerten, um persönliche Vorlieben und soziale Beziehungen zu verstehen. Die KI soll dann passende Produkte aus einem großen Händlernetzwerk vorschlagen.
Gleichzeitig bereitet Meta den Start seines nächsten großen KI-Modells vor, des Nachfolgers von Llama. Es soll in der ersten Hälfte des Jahres erscheinen, um mit Modellen von Google und OpenAI konkurrieren zu können. Ein eigenes „Super Intelligence Lab“ wurde für diese Entwicklung eingerichtet.
Investoren jubeln, Regulierer wachen auf
Die Ankündigung stieß an der Wall Street auf Begeisterung. Nach starken Quartalszahlen – der Umsatz lag mit 59,89 Milliarden Dollar über den Erwartungen – schnellte die Aktie im After-Hours-Handel um fast 10 % nach oben. Investoren scheinen CEO Mark Zuckerbergs Argument zu folgen, dass die kurzfristigen Mega-Investitionen langfristige Wettbewerbsvorteile sichern.
Doch der Weg ist nicht ohne Risiko. Meta steht unter scharfer regulatorischer Beobachtung. Erst kürzlich wurden Vorwürfe laut, Zuckerberg habe persönlich strengere Sicherheitsvorkehrungen für KI-Chatbots, die mit Teenagern interagieren, außer Kraft gesetzt.
In den kommenden Monaten will Meta seine fortschrittlichsten KI-Modelle vorstellen. Gelingt die Integration dieser „persönlichen Superintelligenz“ in die Social-Media-Apps, könnte sich die Nutzererfahrung grundlegend wandeln. Der Newsfeed würde dann nicht von einem anonymen Algorithmus, sondern von einem persönlichen KI-Assistenten kuratiert. Das milliardenschwere Wagnis entscheidet darüber, ob Meta das nächste Computerzeitalter prägen kann.
PS: Seit August 2024 gelten neue Regeln für KI‑Systeme – viele Unternehmen riskieren Bußgelder, weil Kennzeichnungspflichten und Dokumentationsanforderungen unterschätzt werden. Dieser gratis Leitfaden fasst die wichtigsten Vorgaben der EU‑KI‑Verordnung zusammen, zeigt Übergangsfristen, Praxistipps zur Risikoklassifizierung und Checklisten für Entwickler und Produktmanager. Kostenloser Download. Gratis KI-Verordnungs-Leitfaden sichern


