Oakley, KI-Brillen

Meta und Oakley setzen mit KI-Brillen auf den Super Bowl

08.02.2026 - 03:02:12

Meta und Oakley präsentieren ihre neue KI-Sportbrille mit einer aufwendigen Super-Bowl-Kampagne und setzen damit ein deutliches Zeichen im Wettbewerb um intelligente Wearables.

Meta und Oakley lancieren ihre neue KI-Sportbrille mit einer Mega-Kampagne im teuersten Werbeumfeld der Welt – dem Super Bowl. Der Vorstoß unterstreicht den Kampf der Tech-Giganten um die Vorherrschaft bei tragbarer KI.

NEW YORK, NY – 08. Februar 2026 – Mit einem aufwendigen Werbespot während der Super-Bowl-Übertragung haben Meta und der Sportbrillen-Hersteller Oakley ihre neue KI-Brille vorgestellt. Die globale TV-Premiere ist der Höhepunkt einer breiten Marketingoffensive für das, was die Unternehmen „Athletic Intelligence“ nennen. Der Spot ist Oakleys erster Super-Bowl-Werbespot überhaupt.

Die Kampagne „Athletic Intelligence Is Here“ zeigt prominente Sportler und Persönlichkeiten wie den Filmemacher Spike Lee, NFL-Legende Marshawn Lynch und Olympioniken. Zwei 30-Sekunden-Spots in der ersten und dritten Spielviertel sollen für maximale Sichtbarkeit sorgen. Die Produktion kostet Meta Schätzungen zufolge bis zu acht Millionen Euro pro Spot.

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Von der Rennstrecke in den Alltag: Die Technik

Die neue Produktlinie mit den Modellen Oakley Meta Vanguard und HSTN verbindet Oakleys Expertise für Hochleistungs-Brillen mit Metas KI-Technologie. Sie ist für Sportarten wie Radfahren, Laufen und Skifahren konzipiert.

Herzstück ist der sprachgesteuerte Meta-KI-Assistent. Athleten können per Sprachbefehl Leistungsdaten abrufen oder Trainingshinweise erhalten, ohne den Fokus zu verlieren. Die Hardware umfasst eine kabellose 12-Megapixel-Weitwinkelkamera für 3K-Videos aus der First-Person-Perspektive, Open-Ear-Audio und eine Fünf-Mikrofon-Anordnung. Die Brille ist nach IP67 staub- und wassergeschützt und bietet bis zu neun Stunden Akkulaufzeit.

Metas Milliarden-Wette auf Wearables

Der Super-Bowl-Auftritt markiert das zweite Jahr in Folge, in dem Meta seine Smart Glasses bei dem Sportereignis bewirbt. Dies signalisiert ein langfristiges Bekenntnis zur Wearable-Kategorie. Die Strategie wird mit erheblichen Mitteln untermauert: Laut einer SEC-Einreichung vom Januar will Meta in diesem Jahr rund 70 Prozent der Betriebsausgaben seiner Reality-Labs-Sparte für Wearable-Technologie verwenden.

Die Investition folgt auf ein Rekordjahr: Der Absatz der Smart Glasses habe sich 2025 im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht, so das Unternehmen. Die Nachfrage ist so hoch, dass Meta den internationalen Rollout seiner Ray-Ban-Display-Brillen pausieren musste, um Bestellungen in den USA zu bedienen. Berichten zufolge plant Meta, die Produktionskapazität bis Ende 2026 auf 20 Millionen Einheiten pro Jahr zu erhöhen.

Akzeptanzprobleme und Sicherheitsbedenken

Der Launch erfolgt in einer Phase wachsender Skepsis gegenüber KI-Wearables. Datenschutz- und Sicherheitsbedenken nehmen zu. Erst kürzlich hat die US-Luftwaffe ein Verbot für Smart Glasses mit Foto- und Video-Funktion – wie denen von Meta – für uniformiertes Personal erlassen. Das Verbot begründet sich mit operationellen Sicherheitsrisiken durch die ständige Aufzeichnungsfähigkeit.

Trotz dieser Herausforderungen setzen Meta und Oakley auf den Sport als glaubwürdigen Use-Case. Die Fokussierung auf „Athletic Intelligence“ soll die Brille nicht als Lifestyle-Gadget, sondern als funktionales Tool zur Leistungssteigerung positionieren. Die Vision der Unternehmen ist klar: KI-Brillen sollen so alltäglich werden wie Smartphones und unsere Interaktion mit der digitalen und physischen Welt grundlegend verändern. Der Startschuss im Super Bowl ist ihr bislang lautestes Statement für diese Zukunft.

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