OECD-Bericht: Migranten in Deutschland seltener angestellt
03.11.2025 - 13:35:58WĂ€hrend der Anteil der Angestellten unter den Zugewanderten 2024 bei 69,6 Prozent lag, war er bei Einheimischen 10,3 Prozentpunkte höher, wie die Organisation fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem jĂ€hrlichen Migrationsbericht mitteilte.
Demnach war diese LĂŒcke bei den untersuchten OECD-LĂ€ndern nur in der TĂŒrkei und den Niederlanden gröĂer. Bei hoch qualifizierten Migranten war der Abstand im vergangenen Jahr in Deutschland sogar noch deutlicher - der Unterschied zu den Eingewanderten betrĂ€gt hier etwa 15 Prozentpunkte. Zur OECD gehören 38 LĂ€nder, darunter fast alle EU-Staaten sowie etwa die USA, GroĂbritannien oder Japan.
Migranten verdienen weniger als einheimische ArbeitskrÀfte
Allgemein fĂŒhrt der Bericht die erschwerte Anerkennung von in anderen LĂ€ndern erlangten Qualifikationen in den OECD-LĂ€ndern - etwa im Gesundheitssektor - als einen Grund fĂŒr solche Unterschiede an. Die Autorinnen und Autoren empfehlen den LĂ€ndern, bei der Jobsuche zu unterstĂŒtzen und mehr JobmobilitĂ€t zu ermöglichen.
Der in BrĂŒssel vorgestellte Bericht zeigt zudem: Migranten verdienen in den OECD-LĂ€ndern beim Eintritt in den Arbeitsmarkt im Schnitt 34 Prozent weniger als einheimische ArbeitskrĂ€fte im selben Alter und mit gleichem Geschlecht. In Deutschland sind es 43 Prozent weniger.
GröĂtenteils lieĂe sich dieser Unterschied dadurch erklĂ€ren, dass Migranten ĂŒberdurchschnittlich oft in Branchen und Firmen mit niedriger Bezahlung arbeiteten, sagte OECD-GeneralsekretĂ€r Mathias Cormann.

