Migrationskrise, Ceuta

Migrationskrise: Ceuta warnt vor Untergang Europas

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 16:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Angesichts der anhaltenden Migrationskrise in Spaniens Nordafrika-Exklave Ceuta fordert RegionalprĂ€sident Juan JesĂșs Vivas mehr Hilfe durch Europa.

Die EU solle dauerhaft in Ceuta prÀsent werden, etwa durch die Grenzschutzagentur Frontex oder durch die EuropÀische Asylagentur, appellierte Vivas in einer Pressekonferenz im EuropÀischen Parlament. Wenn Ceuta untergehe, dann gehe auch Spanien und Europa unter.

Dabei erwartet Vivas auch finanzielle Hilfe durch Europa. So verlangte er eine Beteiligung an den Infrastrukturmaßnahmen, welche zur Absicherung der Grenze nach Marokko erforderlich seien sowie Gelder zur BewĂ€ltigung der humanitĂ€ren Notlage. Insbesondere hinsichtlich der Aufnahme unbegleiteter MinderjĂ€hriger benötige die Region UnterstĂŒtzung, sagte er.

Genaue Zahl der Migranten nicht bekannt

Am 30. und 31. Juli waren nach Regierungsangaben rund 72.000 Migranten von Marokko nach Ceuta geschwommen oder ĂŒber GrenzzĂ€une geklettert. In der Pressekonferenz am Dienstagmittag in BrĂŒssel war die Rede von etwa 80.000 Migranten. Genaue Zahlen seien jedoch nicht bekannt, gab Vivas zu. Auch die Zahl der gebliebenen Menschen sei unklar: Es sei von 5.000, 10.000 oder 15.000 die Rede, erklĂ€rte Vivas.

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