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Miles & More: Phishing-Welle zielt auf Kreditkarten-Kunden

24.01.2026 - 05:54:12

Betrüger attackieren Vielflieger mit professionellen E-Mails, die den Wechsel zur Deutschen Bank als Kreditkartenausgeber vortäuschen. Verbraucherschützer warnen vor der neuen Angriffswelle.

Vielflieger werden mit professionellen Betrugs-E-Mails attackiert, die den realen Bankenwechsel ausnutzen. Verbraucherschützer und das Unternehmen selbst warnen vor einer neuen Welle raffinierter Phishing-Angriffe. Die Täter zielen auf sensible Daten und Finanzen von Inhabern der Miles & More Kreditkarte ab.

So locken die Betrüger in die Falle

Die gefälschten Nachrichten wirken täuschend echt. Sie nutzen verschiedene Vorwände, um an persönliche Informationen, Kreditkartendaten und Online-Banking-Zugänge zu gelangen. Ein häufiger Trick: Die Behauptung „ungewöhnlicher Kontoaktivitäten“, die eine sofortige Überprüfung erfordern sollen. Oft wird auch mit einer Kontosperrung gedroht.

Besonders perfide ist eine Masche, die den realen Wechsel des Kreditkarten-Ausgebers ausnutzt. Seit Oktober 2025 stellt die Deutsche Bank die Karten her – nicht mehr die DKB. Betrüger versenden E-Mails mit Betreffzeilen wie „Aktualisierung Ihrer Telefonnummer!“, die sich auf diesen Wechsel beziehen. Die Empfänger werden aufgefordert, über einen Link ihre Daten zu „aktualisieren“.

Die Angreifer setzen auf hohe Professionalität. Sie verwenden originalgetreue Logos von Miles & More und Lufthansa. Mittlerweile kommt auch künstliche Intelligenz (AI) zum Einsatz, um fehlerfreie und personalisierte Texte zu erstellen. Das Ziel: Die Opfer auf täuschend echte, gefälschte Login-Seiten locken, wo sie ihre Zugangsdaten preisgeben.

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Fünf Alarmzeichen für Phishing-Mails

Trotz der raffinierteren Methoden bleiben typische Warnsignale erkennbar. Kunden sollten auf diese Merkmale achten:

  • Falscher Absender: Eine in der aktuellen Welle genutzte Adresse war „[email protected]“. Diese steht in keiner Verbindung zu Miles & More, der Deutschen Bank oder der DKB.
  • Unpersönliche Anrede: Echte Firmen nutzen den vollen Namen. Betrügerische Mails beginnen oft mit „Sehr geehrter Kunde“.
  • Künstlicher Zeitdruck: Formulierungen wie „sofort“, „umgehend“ oder Fristen von 24 Stunden sind klassische Alarmzeichen.
  • Direkte Links zur Dateneingabe: Miles & More versendet in offiziellen Mails nie direkte Links zu Login-Seiten. Solche Links führen höchstens auf die allgemeine Webseite.
  • Aufforderung zu Passwörtern & PINs: Das Unternehmen wird Kunden niemals per E-Mail zur Eingabe dieser sensiblen Daten auffordern.

Das ist im Verdachtsfall zu tun

Wer eine verdächtige E-Mail erhält, sollte sie umgehend und unbeantwortet löschen oder als Spam markieren. Keinesfalls dürfen Links angeklickt oder Anhänge geöffnet werden.

Um den Kontostatus zu prüfen, sollte die offizielle Webseite miles-and-more.com stets manuell in die Browser-Adresszeile eingegeben werden. Der Login erfolgt ausschließlich dort oder über die offizielle App.

Sollten Daten bereits preisgegeben worden sein, ist schnelles Handeln entscheidend:
1. Sofort die Bank kontaktieren, um die Kreditkarte sperren zu lassen.
2. Anzeige bei der Polizei erstatten (in vielen Bundesländern online möglich).
3. Beweise sichern: Die betrügerische E-Mail speichern und ein Gedächtnisprotokoll anfertigen.

Eine anhaltende und sich wandelnde Bedrohung

Phishing-Angriffe werden nicht nur häufiger, sondern auch gezielter. Kriminelle nutzen aktuelle Ereignisse wie den Bankenwechsel geschickt für ihre Zwecke aus. Verbraucherzentralen warnen, dass solche Wellen nicht nur Miles & More-Kunden, sondern auch Kunden anderer Banken und Dienstleister treffen.

Die Zukunft dürfte noch raffiniertere Fälschungen bringen. Neben E-Mails (Phishing) nehmen auch Betrugsversuche per SMS (Smishing) und gefälschte Anrufe (Vishing) zu. Für Verbraucher bleibt eine konstante Wachsamkeit und ein gesundes Misstrauen gegenüber unaufgeforderten Nachrichten unerlässlich. Die regelmäßige Prüfung der Kontoauszüge auf unbekannte Abbuchungen ist eine weitere wichtige Schutzmaßnahme.

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