Ergebnisse, Produktion/Absatz

Abschreibungen im StahlgeschĂ€ft fĂŒhren zu Milliardenverlust bei Thyssenkrupp

22.11.2023 - 07:05:13

Milliardenschwere Abschreibungen auf das StahlgeschĂ€ft haben den Industriekonzern Thyssenkrupp DE0007500001 im vergangenen GeschĂ€ftsjahr tief in die roten Zahlen gedrĂŒckt.

Unter dem Strich stand 2022/23 (per Ende September) ein Nettoverlust von rund zwei Milliarden Euro zu Buche, wie das Unternehmen am Mittwoch in Essen mitteilte. Die Wertberichtigungen auf das Anlagevermögen der Tochter Steel Europe bezifferte Thyssenkrupp auf 2,1 Milliarden Euro. Die Abschreibungen seien wegen der konjunkturbedingt eingetrĂŒbten Umfelds sowie höherer Kapitalkosten nötig geworden, hieß es. Thyssenkrupp hatte ursprĂŒnglich einen "mindestens" ausgeglichenen JahresĂŒberschuss in Aussicht gestellt, nach einem Gewinn von 1,2 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. AktionĂ€re sollen dank eines deutlich verbesserten Mittelzuflusses dennoch eine unverĂ€nderte Dividende von 0,15 Euro je Aktie erhalten.

Sinkende Stahlpreise und gleichzeitig gestiegene Rohstoff- und Energiekosten belasteten das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit), welches von knapp 2,1 Milliarden auf 703 Millionen Euro sank und damit in etwa die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten erfĂŒllte. Der Umsatz sank um neun Prozent auf 37,5 Milliarden Euro. Dabei verzeichnete Thyssenkrupp im Schlussquartal nochmal deutliche RĂŒckgĂ€nge.

Im neuen GeschĂ€ftsjahr will Thyssenkrupp wieder in die Gewinnzone zurĂŒckkehren. So erwartet das Unternehmen einen JahresĂŒberschuss imniedrigen bis mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Dabei geht das Management um Konzernchef Miguel LĂłpez von einem anhaltend schwierigen konjunkturellem Umfeld aus. Das bereinigte Ebit soll auf einen hohen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag steigen, den Umsatz sieht Thyssenkrupp leicht wachsen.

@ dpa.de | DE0007500001 ERGEBNISSE