MiniMax, Aktie

MiniMax Aktie: Neues 52-Wochen-Tief bei 20,80 €

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 04:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Goldman Sachs hält an Kaufempfehlung für MiniMax fest, während die Aktie ein neues 52-Wochen-Tief markiert. Der Fokus liegt auf Kosteneffizienz und neuen KI-Modellen.

MiniMax Aktie: Goldman Sachs bekräftigt Kaufempfehlung trotz Kursrutsch
Abstrakte Darstellung einer volatilen Finanzmarktsituation mit gedimmter, professioneller Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Analysten von Goldman Sachs bekräftigen ihre optimistische Einschätzung für das KI-Unternehmen MiniMax und halten an ihrer Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 860 Hongkong-Dollar fest. Diese Einschätzung steht in scharfem Kontrast zur jüngsten Kursentwicklung an den europäischen Märkten. Am Freitag markierte das Papier mit einem Schlusskurs von 20,80 € ein neues 52-Wochen-Tief. Damit hat der Wert einen Abstand zum 52-Wochen-Hoch von minus 85,66 % erreicht. Trotz dieses massiven Rückschlags sieht die Investmentbank im strategischen Fokus auf Kosteneffizienz und der bevorstehenden Einführung neuer Modelle einen Wendepunkt für den Konzern.

Fokus auf Kosteneffizienz und neue KI-Modelle

Im Zentrum der Wachstumsstrategie steht die Skalierung der Rechenleistung. Wie CEO Yan Junjie gestern in einem Gespräch mit Analysten erläuterte, verarbeitet das aktuelle M3-Modell bereits täglich Billionen von Tokens. Ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung sei das Erreichen einer hohen Rentabilität im API-Geschäft. Goldman Sachs prognostiziert hierfür eine Bruttomarge im hohen zweistelligen Bereich. Besonders das für September oder Oktober erwartete Modell M3 Pro soll die Kosteneffizienz signifikant steigern und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber internationalen Konkurrenten wie Anthropic oder OpenAI stärken.

Parallel dazu bereitet das Unternehmen den Start des Modells H3 vor. Dieses befindet sich in der finalen Phase vor der Veröffentlichung und soll vor allem im Bereich der multimodalen Anwendungen Akzente setzen. Mit einem 14-Tage-RSI von 29,7 gilt der Wert technisch als überverkauft, was die Kluft zwischen der operativen Expansion und der Marktbewertung unterstreicht. CEO Yan Junjie unterstrich die Ambitionen des Hauses zudem durch eine persönliche Geste: Er verzichtet so lange auf sein Gehalt, bis das Ziel einer allgemeinen künstlichen Intelligenz (AGI) erreicht ist, und stellt Anteile im Umfang von 4 % für Mitarbeiter-Anreize bereit.

Finanzielle Bilanz und Expansionspläne

Trotz des operativen Wachstums bleiben die finanziellen Herausforderungen bestehen. Für das Geschäftsjahr 2025 meldete MiniMax einen Umsatz von 79,04 Millionen US-Dollar, was einer Steigerung von rund 159 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei entfielen über 70 % der Erlöse auf das Auslandsgeschäft. Die Bruttomarge lag bei 25,4 %. Dem stand jedoch ein bereinigter Nettoverlust von 250 Millionen US-Dollar gegenüber. Das Unternehmen verfügt über Barmittelreserven von etwa 1,1 Milliarden US-Dollar und schloss zuletzt eine Refinanzierungsrunde über 16 Milliarden Hongkong-Dollar ab.

Zusätzlich zur bestehenden Listung an der Börse in Hongkong bereitet MiniMax den Sprung auf das chinesische Festland vor. Bereits am 29. Mai wurde eine Beratungsvereinbarung mit CITIC Securities unterzeichnet, um einen Börsengang am STAR Market der Shanghaier Börse voranzutreiben. Dieser Schritt soll den Zugang zu langfristigem Kapital sichern und die strategische Positionierung im Heimatmarkt festigen. Die Nutzerbasis ist im ersten Halbjahr deutlich gewachsen; Berichten zufolge erreicht das Unternehmen inzwischen weltweit rund 300 Millionen Nutzer und betreut über eine Million Unternehmenskunden und Entwickler.

Krisenmanagement nach Abrechnungsfehlern

Abseits der Expansionspläne musste die Unternehmensführung am Samstag einen kommunikativen Fehler einräumen. MiniMax entschuldigte sich öffentlich für die mangelhafte Informationspolitik im Zusammenhang mit einem neuen Abrechnungsmodell. Die Preisgestaltung für das M3-Modell hatte bei Nutzern für Unmut gesorgt, da die Kosten für Eingabe- und Ausgabe-Tokens teilweise drastisch angehoben wurden. Als Reaktion darauf kündigte das Unternehmen Entschädigungen und Rückerstattungen für betroffene Kunden an.

Analysten werten diesen Schritt als notwendige Maßnahme, um das Vertrauen der Entwickler-Community zurückzugewinnen. Die Konkurrenz durch Anbieter wie DeepSeek oder die im B2B-Bereich starke Zhipu bleibt intensiv. MiniMax setzt darauf, diesen Wettbewerb durch eine aggressive Preisstrategie und eine deutliche Steigerung der Inferenzgeschwindigkeit zu begegnen, die beim M3-Modell laut Unternehmensangaben bis zu 15-mal höher liegt als bei Vorgängerversionen.

Anzeige

MiniMax-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue MiniMax-Analyse vom 27. Juli liefert die Antwort:

Die neusten MiniMax-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für MiniMax-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

MiniMax: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | KYG6181S1093 | MINIMAX | boerse | 69881801 |