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Aktien Wien Schluss: ATX beendet starke Woche im Plus

25.07.2025 - 18:36:01

Mit leichtem RĂŒckenwind im spĂ€ten GeschĂ€ft hat der Wiener Aktienmarkt letztlich doch noch einen positiven Wochenausklang hingelegt.

Nach einem ĂŒberwiegend schwĂ€cheren Verlauf schloss der ATX am Freitag 0,21 Prozent fester auf 4.575,47 Punkten. FĂŒr den ATX Prime ging es 0,20 Prozent auf 2.297,52 ZĂ€hler hoch. Im europĂ€ischen Umfeld war kein klarer Trend auszumachen.

Auf Wochensicht verzeichnete der ATX einen Zuwachs von zwei Prozent. Bereits am Donnerstag hatten die Hoffnungen auf einen Deal zwischen den USA und der EU im Zollstreit den ATX auf den höchsten Stand seit Ende 2007 gehievt - nun wird mit Blick auf die von US-PrĂ€sident Donald Trump gesetzte, jĂŒngste Deadline am 1. August auf Neuigkeiten gewartet.

"Ich wĂŒrde sagen, dass wir eine 50:50-Chance haben, vielleicht sogar weniger, aber eine 50:50-Chance, einen Deal mit der EU zu erreichen", sagte der Trump am Freitag vor Journalisten. Momente spĂ€ter schob er nach: "Ich denke, die EU hat ziemlich gute Chancen, eine Einigung zu erzielen."

Bei der Branchenauswahl gingen die Anleger offenbar auf Nummer sicher. Mit Versicherern, Versorgern und Immobilienaktien waren im spÀten Handel Werte aus jenen Branchen besonders gefragt, die von Zöllen vergleichsweise wenig betroffen wÀren.

Die kommende Woche dĂŒrfte inzwischen auch mit Blick auf die Berichtssaison richtungsweisend werden, denn mit Erste Group, OMV, Andritz, Verbund, RBI und AT&S legen Unternehmen Zahlen vor, die zusammen mehr als die HĂ€lfte der ATX-Gewichtung auf sich vereinen.

Am Berichtstag meldete Palfinger fĂŒr das erste Halbjahr zwar RĂŒckgĂ€nge bei Umsatz und Gewinn, lag mit den Zahlen jedoch leicht ĂŒber den selbst erhobenen KonsensschĂ€tzungen. Die Papiere legten um 0,1 Prozent zu, nachdem sich der Kurs im bisherigen Jahresverlauf bereits verdoppelt hatte. Der Kranhersteller gilt als Profiteur der deutschen InvestitionsplĂ€ne.

Erste-Group-Analyst Daniel Lion bleibt der Palfinger-Aktie gegenĂŒber positiv eingestellt. Im Peer-Vergleich seien die Papiere unterbewertet, weswegen Cross-Trades zu einem Treiber fĂŒr den Aktienkurs werden könnten. Die Absicht des Unternehmens, durch den Verkauf selbst gehaltener Aktien den Streubesitz zu steigern, ermögliche zudem grĂ¶ĂŸeren Investoren den Einstieg, meint Lion.

RBI gaben branchenkonforme 0,2 Prozent ab. Die Bank hat bei ihrer russischen Tochter 1,2 Milliarden Euro ausgebucht. Dabei handelt es sich um die erwarteten Erlöse der Bank aus dem Rechtsstreit mit dem russischen Strabag-AktionĂ€r Rasperia Trading, die nun nicht mehr im Russland-GeschĂ€ft der Bank bilanziert sind. Das Institut ist aber nach wie vor ĂŒberzeugt, die AnsprĂŒche gegenĂŒber Rasperia Trading in Österreich durchsetzen zu können, teilte die RBI Donnerstagabend mit.

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