Mobilfunkbetrug, IdentitÀtsdiebstahl

Mobilfunkbetrug: IdentitÀtsdiebstahl verursacht MillionenschÀden

26.01.2026 - 16:52:12

Kriminelle nutzen gestohlene Personendaten, um MobilfunkvertrĂ€ge abzuschließen. Betroffene erhalten unberechtigte Rechnungen und riskieren negative Schufa-EintrĂ€ge.

Kriminelle schließen mit gestohlenen Daten Mobilfunkverträge ab. Die ahnungslosen Opfer erhalten plötzlich Rechnungen für Verträge, die sie nie abgeschlossen haben. Diese Masche des Identitätsdiebstahls verursacht nicht nur hohe finanzielle Schäden, sondern auch einen enormen bürokratischen Aufwand für die Betroffenen.

Verbraucherschützer und Polizei warnen: Oft reichen bereits Name, Adresse und Geburtsdatum aus, um online einen Vertrag zu erschleichen. Diese Daten stammen häufig aus geleakten Datenbanken, Phishing-Angriffen oder sind in öffentlichen Social-Media-Profilen zu finden. Die Folgen für die Opfer reichen von unberechtigten Rechnungen bis hin zu negativen Schufa-Einträgen.

So gehen die Betrüger vor

Die Methoden werden immer raffinierter. Eine gängige Masche: Mit gestohlenen Daten kaufen Täter zunächst Prepaid-Karten, die keine strenge Identitätsprüfung erfordern. Diese wandeln sie kurz darauf online in teure Laufzeitverträge um.

Andere Betrüger setzen auf gefälschte Webseiten oder Phishing-Mails. Beim sogenannten „Spoofing“ tarnen sie Anrufe als offizielle Kontaktversuche von Banken oder Behörden, um an persönliche Informationen zu gelangen. Experten warnen zudem vor betrügerischen Jobangeboten: Opfer werden dazu gebracht, ein Video-Ident-Verfahren durchzuführen – in Wirklichkeit eröffnen die Täter damit im Namen der Opfer Konten oder Verträge.

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Finanzieller Ruin und bürokratischer Albtraum

Der finanzielle Schaden für einzelne Opfer kann schnell mehrere tausend Euro betragen. Doch das Geld ist nur ein Teil des Problems. Betroffene müssen sich mit Mobilfunkanbietern, Inkassobüros und oft auch Gerichten auseinandersetzen, um die Forderungen abzuwehren.

Dieser Prozess ist extrem zeit- und nervenaufreibend. Im schlimmsten Fall entstehen ungerechtfertigte negative Schufa-Einträge, die die Kreditwürdigkeit für Jahre ruinieren können. Noch dramatischer: Die eröffneten Kontakte könnten für weitere Straftaten wie Geldwäsche missbraucht werden – was die ahnungslosen Opfer sogar in strafrechtliche Ermittlungen ziehen kann.

So können Sie sich schützen

Angesichts der wachsenden Gefahr raten das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Verbraucherzentralen zu konkreten Schutzmaßnahmen:

  • Daten sparsam teilen: Geben Sie persönliche Informationen wie Geburtsdatum oder Adresse online, besonders in sozialen Netzwerken, nur äußerst zurückhaltend preis.
  • Sichere Passwörter nutzen: Verwenden Sie für verschiedene Dienste unterschiedliche, starke Passwörter und aktivieren Sie, wo möglich, die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
  • Konten regelmäßig prüfen: Kontrollieren Sie Ihre Kontoauszüge und lassen Sie sich regelmäßig eine kostenlose Schufa-Auskunft zusenden.
  • Drittanbietersperre einrichten: Diese Sperre bei Ihrem Mobilfunkanbieter verhindert, dass unerwünschte Abos über Ihre Handyrechnung abgerechnet werden.

Das ist zu tun, wenn Sie betroffen sind

Schnelles Handeln ist jetzt entscheidend. Gehen Sie so vor:

  1. Strafanzeige erstatten: Melden Sie den Betrug umgehend bei der Polizei.
  2. Alle Beteiligten informieren: Benachrichtigen Sie die betroffenen Unternehmen (Mobilfunkanbieter, Banken) und Auskunfteien wie die Schufa schriftlich.
  3. Forderungen widersprechen: Lehnen Sie unberechtigte Inkasso-Forderungen schriftlich unter Verweis auf Ihre Anzeige ab.
  4. Beweise sichern: Heben Sie alle Rechnungen, Mahnungen und Schriftwechsel sorgfältig auf.
  5. Rechtlichen Beistand holen: Scheuen Sie sich nicht, bei Unsicherheit eine Verbraucherzentrale oder einen Anwalt zu kontaktieren.
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