MoneroV, Projekt

MoneroV: Projekt am Ende

22.03.2026 - 13:15:56 | boerse-global.de

Die als PrivatsphÀre- und Knappheitsprojekt gestartete Monero-Abspaltung MoneroV ist gescheitert. Entwickler haben das Projekt offenbar aufgegeben, die Website ist offline und das Netzwerk veraltet.

MoneroV: Projekt am Ende - Foto: ĂŒber boerse-global.de
MoneroV: Projekt am Ende - Foto: ĂŒber boerse-global.de

MoneroV sollte die Antwort fĂŒr Anleger sein, die die PrivatsphĂ€re von Monero mit der Knappheit von Bitcoin verbinden wollten. Inzwischen dient die Hard Fork jedoch primĂ€r als Mahnmal fĂŒr die Risiken innerhalb des Krypto-Sektors. Seit Mitte 2025 verdichten sich die Anzeichen, dass die Entwickler das Projekt endgĂŒltig aufgegeben haben.

Das Versprechen der Knappheit

UrsprĂŒnglich entstand MoneroV als Abspaltung (Hard Fork) der Monero-Blockchain bei Block 1.564.965. Das zentrale Verkaufsargument war die Kombination aus bewĂ€hrten AnonymitĂ€ts-Features wie Ringsignaturen und einer strikten Obergrenze der Geldmenge. WĂ€hrend das Original Monero auf eine sogenannte „Tail Emission“ setzt – also eine dauerhafte, wenn auch geringe Neuerzeugung von Coins –, begrenzte MoneroV den maximalen Vorrat auf 27 Millionen XMV. Dieses Modell sollte digitale Knappheit garantieren und den Coin fĂŒr Investoren attraktiver machen.

Technische HĂŒrden und Stillstand

Trotz der ambitionierten Ziele kĂ€mpft das Projekt mit massiven strukturellen Problemen. Die Entwickler, die einst das GitHub-Repository und die offizielle Website pflegten, haben sich offenbar zurĂŒckgezogen. Die primĂ€re Domain ist bereits seit Mitte 2025 offline.

Ein wesentlicher Grund fĂŒr den Niedergang liegt in der technischen Stagnation. Das Netzwerk nutzt weiterhin den veralteten CryptoNight V7-Algorithmus, was die Sicherheit beeintrĂ€chtigt. Zudem hat sich die Rechenleistung (Hashrate) auf wenige spezialisierte FPGA-Miner konzentriert. Diese Zentralisierung widerspricht dem Dezentralisierungsgedanken von PrivatsphĂ€re-Coins und untergrub frĂŒhzeitig das Vertrauen der Community. Ein intransparentes Finanzierungssystem erschwerte die langfristige Entwicklung zusĂ€tzlich.

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Druck auf Privacy-Coins

Das Schicksal von MoneroV verdeutlicht die Schwierigkeiten fĂŒr kleinere Krypto-Projekte in einem strengeren regulatorischen Umfeld. Weltweit erhöhen Aufsichtsbehörden den Druck auf anonyme Transaktionsmittel. Dies fĂŒhrte bereits dazu, dass selbst etablierte GrĂ¶ĂŸen wie Monero (XMR) von großen zentralisierten Börsen genommen wurden.

FĂŒr eine Hard Fork ohne aktives Entwicklerteam und ohne technologische Anpassungen wird der Spielraum in diesem Marktumfeld verschwindend gering. Ohne regelmĂ€ĂŸige Updates und eine breite Miner-Basis bleibt das Netzwerk anfĂ€llig fĂŒr Angriffe und verliert seine Relevanz fĂŒr den Handel.

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