Multitasking: Warum unser Gehirn überfordert ist
26.01.2026 - 18:39:11Multitasking ist ein Mythos. Neurowissenschaftler belegen: Unser Gehirn kann anspruchsvolle Aufgaben nicht wirklich parallel bearbeiten. Was wir dafür halten, ist ein schneller und ineffizienter Wechsel zwischen Tätigkeiten – mit spürbaren Folgen.
Jeder dieser Sprünge der Aufmerksamkeit verursacht kognitive Wechselkosten. Das Gehirn muss sich neu orientieren, was Zeit frisst und die Fehlerquote in die Höhe treibt. Studien zeigen, dass diese ständigen Unterbrechungen nicht nur die Arbeitsqualität mindern, sondern auch messbaren Stress auslösen.
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Schuld ist die Architektur unseres Denkorgans, speziell des präfrontalen Kortex. Diese Region steuert Planung und Konzentration – und hat einen klaren Engpass. Sie kann nur eine begrenzte Informationsmenge gleichzeitig bewusst verarbeiten.
„Wenn zwei Aufgaben um diese Ressourcen konkurrieren, leidet die Leistung“, erklärt der Psychologe Iring Koch von der RWTH Aachen dieses Phänomen. Es kommt zu kurzen Aussetzern der Aufmerksamkeit, die wir kaum bemerken, die aber jedes Ergebnis verschlechtern.
Training stößt an biologische Grenzen
Kann Gehirnjogging helfen? Zwar lässt sich die Geschwindigkeit, mit der wir zwischen Aufgaben hin- und herspringen, etwas trainieren. Die grundlegende neuronale Architektur bleibt jedoch unverändert.
Das Gehirn lernt effizienteres Wechseln, nicht echtes Parallel-Arbeiten. Rund 98 Prozent der Menschen sind nicht in der Lage, komplexe Aufgaben simultan zu erledigen, ohne Einbußen hinzunehmen. Nur automatisierte Routinen wie Gehen und Reden klappen problemlos nebeneinander.
Stressfaktor Multitasking
Die ständige Überforderung hat Konsequenzen. Eine deutsche Studie fand heraus: Schon kurzes Multitasking aktiviert das sympathische Nervensystem. Herzfrequenz und Blutdruck steigen.
„Ein klares Warnsignal“, sagt Professor Frank Erbguth, Präsident der Deutschen Hirnstiftung. Langfristig kann der chronische Stress burnout-ähnliche Symptome fördern. Auch ein weit verbreitetes Klischee wird entkräftet: Frauen sind laut Forschung nicht die besseren Multitasker. Dieses Rollenbild könnte sogar ihre höhere Burnout-Rate mit erklären.
Die Lösung: Fokus zurückgewinnen
Die wissenschaftliche Lage ist klar. Statt das Gehirn zu überlasten, führt der Weg zu mehr Produktivität über Monotasking – der konzentrierten Arbeit an einer Sache. Moderne Arbeitswelten sollten daher ungestörtes Arbeiten ermöglichen, nicht ständige Unterbrechung.
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