Börsen/Aktien, Börsenschluss

Europa Schluss: Stagnation - ErnĂŒchterung in Sachen Geldpolitik

24.05.2024 - 18:59:15

Nach dem Intermezzo mit moderaten Gewinnen am Vortag haben die europÀischen AktienmÀrkte am Freitag kaum verÀndert geschlossen.

Am Donnerstag hatten die Börsen noch etwas von den starken Zahlen des US-Schwergewichts Nvidia US67066G1040 profitiert, doch die abgelaufene "Handelswoche hinterlĂ€sst Sorgenfalten und Fragezeichen", schrieb Marktanalyst Konstantin Oldenburger vom Handelshaus CMC Markets. Vor der Wall Street liege ein langes Wochenende und auch diesseits des Atlantiks sei die Euphorie ĂŒber die fulminanten Nvidia-Resultate schnell der ErnĂŒchterung in Sachen Geldpolitik gewichen.

Zuletzt hatte die US-Notenbank erst einmal ein Festhalten an den hohen Zinsen signalisiert. Zudem hatten robuste Wirtschaftsdaten eher auf eine spĂ€tere als eine frĂŒhere Senkung der Leitzinsen hingedeutet.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 ging 0,04 Prozent tiefer bei 5035,41 Punkten aus dem Handel. Dabei konnte er immerhin dank der wieder freundlichen Wall Street Verluste von zwischenzeitlich fast ein Prozent fast komplett wettmachen. Auf Wochensicht ergibt sich ein Minus von 0,57 Prozent.

Der französische Cac 40 FR0003500008 sank am Freitag um 0,09 Prozent auf 8094,97 Punkte. FĂŒr den britischen FTSE 100 GB0001383545 ging es um 0,26 Prozent auf 8317,59 ZĂ€hler nach unten.

Aus Branchensicht zĂ€hlten Autowerte EU0009658681 zu den grĂ¶ĂŸten Gewinnern. Hier reagierten Renault FR0000131906 mit plus 5,2 Prozent auf einen positiven Analystenkommentar der Bank UBS. Analyst David Lesne ist nach dem soliden ersten Quartal zuversichtlicher, dass die Franzosen ihr Margenziel erreichen werden.

An der Börse in Dublin bĂŒĂŸten die Papiere von Ryanair IE00BYTBXV33 3,6 Prozent ein, nachdem die Deutsche Bank ihre Kaufempfehlung fĂŒr die Anteilsscheine des irischen Billigfliegers gestrichen hatte. Die Signale aus der jĂŒngsten Telefonkonferenz sprĂ€chen fĂŒr ZurĂŒckhaltung der Kunden, so Analyst Jaime Rowbotham. Das Unternehmen könnte sich gezwungen sehen, mehr Rabatte einzurĂ€umen.

In Kopenhagen wiederum zogen die B-Aktien der Container-Reederei Moller-Maersk DK0010244508 um gut fĂŒnf Prozent an. Hier hatte sich die Bank Morgan Stanley zuversichtlich geĂ€ußert. Analyst Cedar Ekblom hob den zuletzt deutlichen Anstieg der Frachtraten positiv hervor.

@ dpa.de | EU0009658145 BöRSEN/AKTIEN