Börsenbericht

Dax lĂ€sst krĂ€ftig nach - Ölpreis legt krĂ€ftig zu

Veröffentlicht am: 04.05.2026 um 18:18 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Nach dem langen Wochenende hat der Dax deutlich nachgegeben.

Dax startet im Minus - US-Inflationsdaten erwartet
Frankfurter Börse - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.991 Punkten Punkten berechnet, 1,2 Prozent niedriger als vor dem Feiertagswochenende am Donnerstag. Nach einem zunÀchst freundlichen Start drehte der Dax zur Mittagszeit abrupt ins Minus. Danach erholt er sich nur kurz, bevor er am Nachmittag seine Verluste wieder ausbaute.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagabend gegen 18 Uhr deutscher Zeit 114,00 US-Dollar, das waren 5,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

"Das Handelsvolumen bleibt eher unterdurchschnittlich, und die ersten Anleger rufen sich den Börsenspruch `Sell in May` ins GedĂ€chtnis", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Sie stehen zwischen Baum und Borke und mĂŒssen abschĂ€tzen, ob sie den Unternehmensdaten oder den makroökonomischen Daten mehr Gewicht fĂŒr ihre Anlageentscheidungen beimessen sollen."

In dieser Woche werde es an der Wall Street noch einmal spannend, wenn rund 20 Prozent der S&P-500-Unternehmen ihre Ergebnisse vorlegen werden, erklĂ€rte Lipkow. "Die bisherige US-Berichtssaison verlief wesentlich besser, als es viele Anleger im Vorfeld erwartet hatten. In Deutschland fĂ€llt die Bilanz bisher etwas ernĂŒchternder, weil durchwachsener aus", so der Analyst. "Generell lĂ€sst sich eine weiter auseinanderdriftende Kluft zwischen den europĂ€ischen und den US-Unternehmen erkennen.

Der Fokus richtet sich deshalb in dieser Woche verstĂ€rkt auf den Arbeitsmarkt in den USA und die zukĂŒnftige Geldpolitik in den USA wegen der RedebeitrĂ€ge von 11 US-Notenbankern. Die höheren Energiepreise werden nicht gerĂ€uschlos an der Realwirtschaft vorbeiziehen, und auch die Situation auf dem DĂŒngemittelmarkt dĂŒrfte noch fĂŒr Preisturbulenzen im Lebensmittelsektor sorgen. Die nachgelagerten Auswirkungen machen es fĂŒr viele Investoren schwer, den Gesamtkontext zu den Quartalsergebnissen und dem Konsumverhalten herzustellen.

Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Montagabend schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,1686 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8557 Euro zu haben.

de | boerse | 69278143 |