Zahl der AktionÀre in Deutschland wieder gesunken
11.01.2024 - 09:09:06Ein Jahr zuvor waren es gut 12,89 Millionen. Der RĂŒckgang um etwa 570 000 Ă€ndere jedoch "nichts am langfristigen Trend nach oben", betonte das Aktieninstitut am Donnerstag.
Dass die Zahl gesunken ist, fĂŒhrte es unter anderem darauf zurĂŒck, dass viele Menschen wegen der allgemein hohen Teuerung weniger Geld zum Anlegen hatten. Zudem dĂŒrften die gestiegenen Zinsen auf Tages- und Festgeld Sparer von der Börse weggelockt haben. Vor allem bei den JĂŒngeren sank die Zahl der Aktiensparer: Von den unter 40-JĂ€hrigen verkauften 514 000 ihre Aktieninvestments.
Aktieninstitut: Aktuelle Zahl dennoch gutes Ergebnis
"Angesichts von Zinswende, anhaltend hoher Inflation und eingetrĂŒbten wirtschaftlichen Aussichten ist die Zahl der Aktiensparer ein gutes Ergebnis", bilanzierte die Chefin des Aktieninstituts, Christine BortenlĂ€nger, in einer Mitteilung. Gemessen an der hiesigen Bevölkerung ab 14 Jahren war nach Berechnungen zufolge 2023 gut jeder Sechste (17,6 Prozent) am Aktienmarkt engagiert.
Insgesamt belegen die jĂŒngsten Zahlen nach Interpretation des Instituts, dass Anleger verstanden hĂ€tten, wie wichtig Aktien, Aktienfonds und ETFs fĂŒr Vermögensaufbau und Altersvorsorge seien. "Die Politik ist leider noch nicht so weit. Das Generationenkapital, das die gesetzliche Rente mit Aktienrenditen stĂ€rken soll, wurde ein weiteres Jahr verschoben", monierte das DAI. Im Gegensatz zu anderen Industrienationen verpasse Deutschland weiter die Chance, "den Schalter fĂŒr eine bessere Altersvorsorge fĂŒr alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger umzulegen". DAI-Chefin BortenlĂ€nger mahnte: "Die Regierung darf jetzt nicht lĂ€nger zögern und muss das Generationenkapital in diesem Jahr endlich einfĂŒhren."

