Gift in Babynahrung - StĂ€rkere Kontrolle fĂŒr Zutat aus China
25.02.2026 - 16:12:00 | dpa.deJede zweite Lieferung von ArachidonsĂ€ure-Ăl aus dem Land soll ab morgen besonders auf den Giftstoff Cereulid getestet werden, wie aus einer im EU-Amtsblatt veröffentlichten Entscheidung hervorgeht. Zuvor gab es deshalb nach Angaben der EuropĂ€ischen Behörde fĂŒr Lebensmittelsicherheit (Efsa) weltweit RĂŒckrufe von Babynahrung.
Cereulid ist laut Efsa ein von Bakterien gebildetes Gift, das 30 Minuten bis sechs Stunden nach der Einnahme plötzliche Ăbelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen verursachen kann. Laut Mitteilung im Amtsblatt hat sich herausgestellt, dass die Kontamination mit dem Giftstoff auf ArachidonsĂ€ure-Ăl aus China zurĂŒckzufĂŒhren ist, das bei der Herstellung verwendet wurde.
Viele Chargen Babynahrung schon zurĂŒckgerufen
Efsa hatte zuvor eine Risikobewertung durchgefĂŒhrt und legte nun erstmals einen Sicherheitsrichtwert fĂŒr die zulĂ€ssige Menge an Cereulid in Babynahrung fest. Damit sollen Behörden in der EU schneller und einheitlicher entscheiden können, wann ein RĂŒckruf notwendig ist, wie die Behörde mit Sitz in Parma angibt.
Bereits im Januar hatten die Nahrungsmittelkonzerne Danone FR0000120644 und NestlĂ© in Deutschland mehrere Chargen ihrer Babynahrung zurĂŒckgerufen. Betroffen waren verschiedene Pulver und FlĂŒssigkeiten in Dosen, Schachteln und Flaschen. NestlĂ© hatte damals betont: "Es ist uns wichtig zu betonen, dass bislang keine Erkrankungen oder Symptome im Zusammenhang mit dem Verzehr der betroffenen Produkte bestĂ€tigt worden sind."
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