TatverdÀchtiger, Kirk-Fall

TatverdÀchtiger im Kirk-Fall wegen Mordes angeklagt

16.09.2025 - 20:47:47

Nach dem tödlichen Schuss auf den rechten US-Aktivisten Charlie Kirk ist der TatverdÀchtige unter anderem wegen Mordes angeklagt worden.

Es werde die Todesstrafe fĂŒr den 22 Jahre alten Tyler Robinson angestrebt, sagte der zustĂ€ndige Staatsanwalt, Jeff Gray, im US-Bundesstaat Utah. Insgesamt verlas Gray sieben Anklagepunkte, darunter auch Behinderung der Justiz und Zeugenbeeinflussung.

Als erschwerend wertete er, dass Robinson den Aktivisten wegen dessen politischer Äußerungen ins Visier genommen und die Tat in dem Wissen begangen haben soll, dass Kinder anwesend waren und sie möglicherweise mit ansehen mussten. Gray verwies außerdem auf Beweise, die Robinson belasteten - darunter DNA-Spuren an der mutmaßlichen Tatwaffe sowie Auswertungen aus Überwachungsvideos.

Der Bundesstaat Utah sieht bei Kapitalverbrechen die Möglichkeit fĂŒr die Todesstrafe vor. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte sich in dem Fall bereits fĂŒr die Todesstrafe ausgesprochen. Zuvor hatte auch der republikanische Gouverneur von Utah, Spencer Cox, gesagt, dass es Vorbereitungen gebe, um die Todesstrafe beantragen zu können.

Was passiert ist

Robinson soll den Trump-UnterstĂŒtzer Kirk am vergangenen Mittwoch auf dem Campus einer UniversitĂ€t in Utah angeschossen haben. Der Aktivist starb spĂ€ter im Krankenhaus.

Sein Tod entfaltet in den USA eine enorme politische Schlagkraft. Kirk galt als prĂ€gende Stimme der US-Rechten, war ein einflussreicher Vertreter der Trump-Bewegung "Make America Great Again" (MAGA) und unterstĂŒtzte den heutigen PrĂ€sidenten in dessen Wahlkampf. Er galt außerdem als enger Vertrauter von VizeprĂ€sident JD Vance und von Trumps Ă€ltestem Sohn, Don Jr..

Kirk erreichte ein Millionenpublikum, vor allem junge MĂ€nner. 2012 grĂŒndete er die Jugendorganisation Turning Point USA, die heute an zahlreichen Highschools und Hochschulen aktiv ist.

Sein Tod reiht sich ein in eine Serie politisch motivierter Gewalttaten in den USA. Vor wenigen Monaten wurden im Bundesstaat Minnesota eine demokratische Politikerin und ihr Ehemann erschossen. Auch auf Trump war im vergangenen Jahr bei einem Wahlkampfauftritt geschossen worden. Behörden und Experten warnen seit Langem vor zunehmender Radikalisierung - befeuert durch Hass im Netz und aggressive Rhetorik.

@ dpa.de