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Aktien Asien / Pazifik: Steigende Kurse - MĂ€rkte beruhigen sich weiter

07.08.2024 - 09:08:41

Nach dem turbulenten GeschĂ€ft der vergangenen beiden Handelstage sind die asiatischen Börsen am Mittwoch etwas weiter zur NormalitĂ€t zurĂŒckgekehrt.

Dabei dominierten Gewinne, wobei die KursausschlĂ€ge aber wesentlich geringer waren. Technologiewertelastigere HandelsplĂ€tze wie SĂŒdkorea und Taiwan verzeichneten die stĂ€rksten ZuwĂ€chse.

"Nach panikartigen VerkĂ€ufen scheint eine gewisse RationalitĂ€t Einzug zuhalten", hieß es von der Landesbank Baden-WĂŒrttemberg. Eine schnelle Wende nach oben sei angesichts des angeknacksten Vertrauens aber wenig wahrscheinlich. Das gelte um so mehr, als Belastungsfaktoren wie eine sich abschwĂ€chenden US-Konjunktur sowie die Risiken in Nahost weiterhin gegeben seien.

Japanische Aktien profitierten neben der Stabilisierung der Wall Street auch von Aussagen des stellvertretenden Notenbankchefs Shinichi Uchida, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank anmerkten. Dieser habe die Wahrscheinlichkeit kurzfristiger Zinsanhebungen in einem hoch volatilen Marktumfeld als gering signalisiert. Dies habe den Yen zum Dollar und die Renditen am Anleihemarkt deutlich nach unten gedrĂŒckt, was die Börse stĂŒtzte. GĂŒnstig wirkte sich bei den Einzelwerten auch die AnkĂŒndigung eines milliardenschweren AktienrĂŒckkaufprogramms der Softbank aus.

Der Leitindex Nikkei 225 JP9010C00002 kletterte um 1,19 Prozent auf 35.089,62 ZĂ€hler. Er liegt aber weiterhin unter dem Schluss vom Freitag vergangener Woche und hat somit die Verluste vom Einbruch zu Wochenbeginn noch nicht ganz aufgeholt.

In China gab es neue Wirtschaftsdaten. Der Außenhandel befindet sich trotz wirtschaftlicher Probleme des Landes weiter auf Wachstumskurs. Die Exporte der zweitgrĂ¶ĂŸten Volkswirtschaft der Welt stiegen im Juli im Vorjahresvergleich gemessen in US-Dollar um sieben Prozent. Im Juni hatte der Wert noch bei 8,6 Prozent gelegen. Volkswirte hatten mit einem stĂ€rkeren Anstieg gerechnet. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen darauf, dass die Exportdaten in der ĂŒberwiegenden Mehrzahl der vergangenen 13 Monate stĂ€rker als erwartet ausgefallen seien. Man mĂŒsse nun die kommenden Daten abwarten. Erst dann lasse sich beurteilen, ob von einem Trendbruch gesprochen werden könne.

Der Hang-Seng-Index HK0000004322 der Sonderverwaltungszone Hongkong stieg zuletzt um 1,25 Prozent auf 16.854,90 Punkte. Der CSI 300 CNM0000001Y0 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen tendierte unterdessen kaum verÀndert.

Auch in Australien waren die VerĂ€nderungen ĂŒberschaubar. Der S&P/ASX 200 XC0006013624 legte um 0,25 Prozent auf 7.699,80 Punkte zu.

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