Börsen/Aktien, Spanien

Aktien Europa: Leichte Verluste - Vorsicht vor EZB-Sitzung

23.01.2024 - 12:10:42

Nach den Gewinnen zu Wochenbeginn haben die europÀischen Börsen am Dienstag etwas nachgegeben.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor gegen Mittag 0,33 Prozent auf 4465,56 Punkte. FĂŒr den französischen Cac 40 FR0003500008 ging es um 0,24 Prozent auf 7395,41 Punkte nach unten, wĂ€hrend der britische FTSE 100 GB0001383545 mit 7472,74 ZĂ€hlern um 0,2 Prozent fiel.

Trotz guter Vorgaben aus Asien seien Marktteilnehmer vorsichtig, betonte Analyst Pierre Veyret vom Broker ActivTrades. Vor der Sitzung der EuropĂ€ischen Zentralbank wolle sich niemand allzu weit aus dem Fenster lehnen. "Das anstehende Treffen der EZB bestimmt den Ton fĂŒr 2024", so Charles Diebel, Leiter Anleihen bei Mediolanum International Funds. Die EZB wird sich am Donnerstag Ă€ußern.

StĂ€rkster Sektor war der der Rohstoffwerte. Sie profitierten von einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zu China. Danach sollen die AktienmĂ€rkte des rohstoffhungrigen Landes laut mit der Sache vertrauten Personen durch ein umfangreiches staatliches Maßnahmenpaket gestĂŒtzt werden. Auch Ölwerte waren gefragt. Sie profitierten von den anhaltenden Unsicherheiten in Nahost, wie Analyst Veyret anmerkte.

Der Telekomsektor litt dagegen unten den Abgaben von Ericsson SE0000108656. Der TelekomausrĂŒster war im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Die Schweden hatten vor allem im NetzwerkgeschĂ€ft mit der geringen Investitionsbereitschaft ihrer Kunden in 5G-Komponenten zu kĂ€mpfen. Zwar lief das Schlussquartal trotz eines prozentual zweistelligen Umsatzeinbruchs besser als von Analysten erwartet, doch sieht der Konzern weiter wenig Licht am Horizont.

Auch Pharmawerte schwĂ€chelten. Hier fielen Sanofi FR0000120578 um 1,7 Prozent. Sanofi kauft das US-Biotech-Unternehmen Inhibrx fĂŒr bis zu mehr als zwei Milliarden US-Dollar. Analysten Ă€ußerten sich positiv. Mit Inhibrx stĂ€rkten die Franzosen das GeschĂ€ft mit potenziellen Mitteln gegen seltene Krankheiten strategisch, schrieb Analyst Richard Vosser von der Bank JPMorgan.

Eine Studie der UBS bescherte dagegen Saint-Gobain FR0000125007 ein Plus von 1,5 Prozent. Mit der Normalisierung der Kapitalmarktzinsen werde sich auch der Wohnungsmarkt erholen, schrieb Analyst Gregor Kuglitsch. Zudem sei die Aktie des Baustoffkonzerns attraktiv bewertet.

@ dpa.de | EU0009658145 BöRSEN/AKTIEN