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Europa Schluss: Abbruch der Iran-GesprÀche bremst - Ungarn stark

13.04.2026 - 18:22:49 | dpa.de

Nach den vorlÀufig gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben Europas wichtigste AktienmÀrkte am Montag nachgegeben.

Eine Ausnahme bildete die ungarische Börse, die - beflĂŒgelt vom klaren Wahlsieg der Tisza-Partei von OppositionsfĂŒhrer Peter Magyar und der Abwahl von Victor Orban - deutlich zulegte.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 sank um 0,36 Prozent auf 5.905,02 Punkte, womit er seine Verluste gegen Handelsende etwas eindĂ€mmte. Außerhalb des Euroraums verlor der schweizerische SMI CH0009980894 0,28 Prozent auf 13.145,91 ZĂ€hler. Der britische FTSE 100 GB0001383545 schloss mit minus 0,17 Prozent auf 10.582,96 Punkte.

Der Budapester Leitindex Bux XC0009655090 gewann fast 5 Prozent. Die Tisza-Partei erreichte bei den Wahlen in Ungarn eine Zweidrittelmehrheit im neuen Parlament. Damit beendet der kĂŒnftige MinisterprĂ€sident Magyar die 16-jĂ€hrige Herrschaft seines autokratischen VorgĂ€ngers Viktor Orban. Die Anleger setzen darauf, dass die neue Regierung marktfreundliche Reformen umsetzen wird, um die Freigabe eingefrorener EU-Gelder in Milliardenhöhe zu ermöglichen.

US-PrĂ€sident Donald Trump hatte unterdessen in Reaktion auf die abgebrochenen Nahost-GesprĂ€che eine Seeblockade der Straße von Hormus angekĂŒndigt, die ab diesem Montag 16 Uhr (MESZ) in Kraft sein soll. Die US-Marine werde alle Schiffe blockieren, die iranische HĂ€fen anlaufen oder von ihnen auslaufen, sagte Trump. Die Vereinigten Staaten wollen damit verhindern, dass der Iran GebĂŒhren von Reedereien fĂŒr eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öl-Einnahmen abschneiden.

Pakistan will derweil die Differenzen zwischen den USA und dem Iran ausrÀumen. Es werde "mit voller Kraft daran gearbeitet, die noch offenen Probleme zu lösen", sagte Premierminister Shehbaz Sharif.

Aus Branchensicht waren Aktien aus dem Telekomsektor EU0009658947 die grĂ¶ĂŸten Verlierer. Es belasteten Kursverluste von ĂŒber 6 Prozent fĂŒr die am EuroStoxx-Ende gelandeten Titel der Deutschen Telekom DE0005557508 nach einem negativ aufgenommenen Analystenkommentar. Die jĂŒngste Kurserholung der T-Aktien sei etwas zu ĂŒppig gewesen, denn ĂŒber den Aussichten fĂŒr das US-GeschĂ€ft zeigten sich durchaus Wolken, schrieb Akhil Dattani von JPMorgan.

Touristik- und Luftfahrtwerte CH0019112744 wurden ebenfalls gemieden, wĂ€hrend Papiere aus dem Ölsektor EU0009658780 weit vorne lagen. Die Kurse spiegelten damit einmal mehr die Entwicklung der Ölpreise wieder, die am Montag im Zuge der vorerst gescheiterten US-Iran-GesprĂ€che wieder Auftrieb bekamen.

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