EU-Strafe, Google

EU-Strafe gegen Google: Trump droht mit 'erheblichem Zoll'

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 20:00 Uhr | dpa.de

Nach der milliardenschweren EU-Strafe gegen Google US02079K1079 hat US-PrÀsident "einen erheblichen Zoll" auf Einfuhren aus der EuropÀischen Union angedroht.

"Die EuropĂ€ische Union wird fĂŒr dieses illegale und höchst unethische Verhalten, vor dem ich sie wiederholt gewarnt habe, einen sehr hohen Preis zahlen", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Zugleich betonte er, dass zunĂ€chst eine Untersuchung eingeleitet werde, um damit eine "Abzocke amerikanischer Unternehmen und damit der amerikanischen Steuerzahler" nĂ€her zu beleuchten.

Trump dĂŒrfte sich damit auf den Paragrafen 301 des US-Handelsgesetzes von 1974 berufen. Dieser rĂ€umt der Regierung die Möglichkeit ein, bei nachweislich "ungerechtfertigten, unangemessenen oder diskriminierenden" Handelspraktiken aktiv zu werden und etwa Zölle zu erheben. Voraussetzung dafĂŒr ist, dass zuvor Untersuchungen durchgefĂŒhrt, Kommentare eingeholt und Anhörungen abgehalten wurden.

Der US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer hatte am Donnerstagabend auch auf Basis von Paragraf 301 gegen rund 60 Handelspartner wegen angeblich unzureichender Maßnahmen gegen Zwangsarbeit neue Zölle verhĂ€ngt.

EU-Kommission hatte Google zu Milliardenstrafe verdonnert

Am Donnerstag hatte die EuropĂ€ische Kommission gegen den US-Konzern eine Strafe von 890 Millionen Euro (eine Mrd. US-Dollar) wegen unfairer GeschĂ€ftspraktiken verhĂ€ngt. Google habe mit seiner Suchmaschine sowie dem App-Marktplatz Google Play Wettbewerbsregeln verletzt und seine Konkurrenz widerrechtlich benachteiligt, hieß es zur BegrĂŒndung.

Konkret wirft die BrĂŒsseler Behörde dem US-Konzern laut Mitteilung vor, eigene Angebote wie etwa Googles Sportergebnisse oder Hotelsuche in den Suchergebnissen stĂ€rker in den Vordergrund zu stellen. Die eigenen Produkte wĂŒrden zum Beispiel durch optisch hervorgehobene Darstellungen - etwa eingefĂ€rbte Boxen mit Spielpaarungen bei der WM - prominenter angezeigt als die der Konkurrenz, so die EU-Kommission.

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