ModehÀndler Peek & Cloppenburg will in manchen Filialen weniger FlÀche
11.02.2024 - 15:31:46Zwar seien die Filialen profitabel, aber mittelfristig gebe es Handlungsbedarf, sagte Firmenchef Thomas Freude der "Rheinischen Post" (Montag). "In einigen ModehĂ€usern werden wir die FlĂ€che verkleinern." Es werde Konzepte mit einer Mischnutzung mit Hotels oder BĂŒros im selben GebĂ€ude geben. Das fördere auch die Frequentierung.
Freude zufolge sollen die Filialen mehr Umsatz machen und mehr Gewinn abwerfen. "Wir werden uns den Rabattschlachten entziehen." Ein ModehĂ€ndler könne nur bestehen, wenn die Ware nicht ĂŒbermĂ€Ăig oft mit reduzierten Preisen weiterverkauft werde. "KĂŒnftig werden wir nur am Ende einer Saison NachlĂ€sse auf spezielle Artikel anbieten, um den Bestand zu bereinigen." Rabatte ĂŒber das gesamte Sortiment, auch auf neue Ware, werde es so nicht mehr geben, sagte der Manager.
P&C sanierte sich im vergangenen Jahr in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das Unternehmen war wegen der Pandemie, der Auswirkungen des Ukraine-Krieges und des Online-GeschÀftes in Schieflage geraten. Freude zufolge ist dieser Bereich wie bei vielen anderen Unternehmen weiter unprofitabel. "Wir haben zu sehr auf Online-Shopping gesetzt und in Neukunden investiert - aber das birgt eben das Risiko, hohe Verluste anzuhÀufen." Jetzt sei man auf dem Weg, eine "schwarze Null" zu erreichen und auf Sicht profitabel zu werden. Der Anteil des DigitalgeschÀftes am gesamten P&C-Umsatz liegt Freude zufolge bei 10 Prozent und soll in Zukunft bei 10 bis 15 Prozent betragen.
Das Unternehmen aus NRW ist nicht zu verwechseln mit Peek & Cloppenburg Hamburg, was eine andere Firma ist.

