Mexiko, Krise

Mexiko warnt vor humanitÀrer Krise in Kuba nach US-Drohung

30.01.2026 - 20:17:06

Nach der US-Zolldrohung gegen Kubas Öllieferanten warnt Mexiko vor einer humanitĂ€ren Krise großen Ausmaßes auf der sozialistischen Karibikinsel.

GefÀhrdet seien der Betrieb von KrankenhÀusern, die Lebensmittelversorgung und weitere grundlegende Dienstleistungen, sagte PrÀsidentin Claudia Sheinbaum. Die kubanische Bevölkerung befinde sich bereits jetzt in einer schwierigen Lage.

US-PrĂ€sident Donald Trump hat LĂ€ndern, von denen Kuba sein Öl bezieht, mit Zusatzzöllen gedroht. Mexiko ist einer der grĂ¶ĂŸten Öllieferanten des von der Kommunistischen Partei regierten Staates - und zugleich der wichtigste Handelspartner der Vereinigten Staaten. Bereits vor dem US-MilitĂ€reinsatz in Venezuela, einem wichtigen VerbĂŒndeten Kubas, hatten sich die mexikanischen Erdöllieferungen an die Insel erhöht.

Die mexikanische Regierung werde sich an US-Außenminister Marco Rubio wenden, um die genauen Details von Trumps Verordnung zu erfahren, sagte Sheinbaum in der Grenzstadt Tijuana. "Wir wollen unser Land in Bezug auf die Zölle nicht gefĂ€hrden". Gleichzeitig wolle man bekrĂ€ftigen, dass eine humanitĂ€re Krise auf Kuba verhindert werden mĂŒsse.

Kuba macht die USA fĂŒr seine Wirtschaftskrise verantwortlich

Medienberichten zufolge soll Mexiko in den vergangenen Tagen bereits die Öllieferungen nach Kuba auf Druck der USA hin reduziert haben, allerdings gibt es dafĂŒr keine offizielle BestĂ€tigung.

Auf Kuba kommt es wegen des maroden Zustands des Stromnetzes und des Erdölmangels immer wieder zu Blackouts. Oft fĂ€llt fĂŒr 12 oder mehr Stunden am Tag der Strom aus. Die Karibikinsel steckt aktuell in einer ihrer schwersten Wirtschaftskrisen seit dem Sieg der Revolution unter Fidel Castro im Jahr 1959.

@ dpa.de