Aktien Frankfurt Ausblick: Erholung nach Trumps Zoll-Wende im Grönland-Streit
22.01.2026 - 08:16:42 | dpa.deDenn die Drohung durch neue US-Zölle ab dem 1. Februar gegen acht europÀische LÀnder ist nach einem Treffen des US-PrÀsidenten Donald Trump mit Nato-GeneralsekretÀr Mark Rutte wieder vom Tisch.
Die Anleger reagieren erleichtert: Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax DE0008469008 DE000A0C4CA0 den Dax gut ein Prozent ĂŒber dem Vortagesschluss bei 24.812 Punkten. Zeitweise war der Dax am Vortag bis auf fast 24.349 Punkte gesunken und hatte seit dem Rekord der Vorwoche bei 25.507 Punkten dabei 4,5 Prozent abgegeben.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145, der in der Vorwoche ebenfalls Rekorde erzielt hatte, wird am Donnerstag ebenfalls erholt erwartet.
Trump hat mit Rutte einen Rahmen fĂŒr eine zukĂŒnftige Vereinbarung ĂŒber Grönland und die gesamte Arktisregion gesteckt - daher sollen doch keine Zusatzzölle kommen. Nur wenige Stunden zuvor hatte das EU-Parlament im Gegenzug zu Trumps Zollandrohung noch die Ratifizierung des Handelsdeals mit den USA gestoppt.
"Noch sind nicht viele Details zum geplanten Abkommen zwischen den USA und der NATO bekannt", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Viel wichtiger ist fĂŒr die Börsianer ohnehin die Info, dass die angedrohten Zusatzzölle am 1. Februar nicht in Kraft treten werden. Ob das Grönland-Thema damit dauerhaft zur Zufriedenheit aller gelöst werden kann, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt offen. FĂŒrs Erste feiern die Börsen aber die neue Faktenlage."
Insbesondere Autowerte wie BMW DE0005190003, VW DE0007664039 und Mercedes DE0007100000 reagierten vorbörslich mit deutlichem Kursplus. Der europÀische Auto-Branchenindex war am Montag auf das tiefste Niveau seit Oktober abgerutscht.
Sehr gefragt sind auch Ionos DE000A3E00M1 nach einer Empfehlung der Investmentbank Oddo BHF. Der Umbruch des Internets, unter anderem durch agentische KI, sei eine Chance fĂŒr den Webhoster, schrieb der Analyst Stephane Beyazian. Dagegen kamen Aktien von Salzgitter von ihren HöchststĂ€nden seit 2018 zurĂŒck. Hier gab die UBS nach der Kursrally die Kaufempfehlung auf.
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