AKTIE IM FOKUS: KI- und Roboter-Hoffnungen bei Meta weiter im Fokus
18.02.2025 - 11:32:05Das Papier notierte im vorbörslichen US-Handel mit gut 734 US-Dollar leicht unter dem Freitagsschluss. Am Montag wurde feiertagsbedingt in den USA nicht gehandelt. Die Aussicht auf glÀnzende GeschÀfte rund um KI-Technologie treibt die Papiere seit Mitte Januar an - um rund 20 Prozent ging es seither nach oben. Mit KI lieferte Meta seinem wichtigen WerbegeschÀft zuletzt zusÀtzlichen Schwung. KI soll aber noch viel breiter eingesetzt werden.
Mittlerweile bringt es Meta bei einem Kurs von knapp 737 US-Dollar per Freitagsschluss auf einen Börsenwert von knapp 1,9 Billionen Dollar. Der Konzern ist damit zwar in Sachen Marktkapitalisierung immer noch der zweitkleinste der sogenannten Glorreichen Sieben - vor dem Elektroautobauer Tesla US88160R1014 mit gut 1,1 Billionen Dollar -, rĂŒckte aber nĂ€her an die Google Mutter Alphabet US02079K3059 (knapp 2,3) heran. AngefĂŒhrt wird die Liste von Apple US0378331005 (fast 3,7), vor Nvidia US67066G1040 (3,4), Microsoft US5949181045 (3) und Amazon US0231351067 (2,4).
Ende Januar im Zuge der Veröffentlichung von GeschĂ€ftszahlen hatte Meta-Chef Mark Zuckerberg die Ambitionen im GeschĂ€ft mit KĂŒnstlicher Intelligenz (KI) bekrĂ€ftigt. Er rechne damit, dass in diesem Jahr ein "intelligenter und personalisierter KI-Assistent mehr als eine Milliarde Menschen erreichen wird", sagte er. Und das dĂŒrfte die hauseigene Software Meta AI sein.
Der Anbieter von sozialen Netzwerken und Kommunikationsplattformen wie Facebook, Instagram und WhatsApp will ĂŒber die Zeit "hunderte Milliarden Dollar" in den Ausbau der KI-Infrastruktur stecken, so Zuckerberg damals. Allein fĂŒr dieses Jahr hatte der Konzern Investitionen von mehr als 60 Milliarden Dollar vor allem fĂŒr Rechenzentren angekĂŒndigt. Meta betont, dass KI das GeschĂ€ft vorantreibe, unter anderem durch Software, mit der Werbekunden Anzeigen erstellen können.
Das wichtige GeschĂ€ft mit Werbeanzeigen, die fĂŒr einzelne Nutzer personalisiert werden, brummt. Umsatz und Gewinn legten 2024 deutlich zu. "Das GeschĂ€ft lĂ€uft auf Hochtouren und generiert einen sehr hohen operativen Cashflow", lobte Analyst Ingo Wermann von der DZ Bank nach der Vorlage der GeschĂ€ftszahlen Ende Januar. Die stĂ€rkere Personalisierung der KI-Dienste sei positiv, weil sie eine noch stĂ€rkere Kundenbindung auf Seiten der Nutzer und der Werbetreibenden herstelle.
Die hohen FinanzmittelzuflĂŒsse im WerbegeschĂ€ft ermöglichen es Meta auch weiterhin, Milliarden-Verluste im GeschĂ€ft mit digitalen Welten zu tragen, das Zuckerberg wichtig ist. So verbuchte die Sparte Reality Labs, die vor allem fĂŒr VR-Brillen bekannt ist, im vergangenen Quartal operativ einen Milliarden-Verlust.
Langfristig sollen sich die hohen Investitionen ins GeschĂ€ft aber auszahlen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg Ende der vergangenen Woche unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete, schafft Meta in der Reality-Labs-Sparte einen GeschĂ€ftsbereich, der KI-getriebene humanoide Roboter entwickeln soll, die Menschen bei körperlichen TĂ€tigkeiten unterstĂŒtzen können.
Demnach plant Metatree, eine eigene Humanoide-Roboter-Hardware zu entwickeln - zunĂ€chst mit dem Schwerpunkt auf Haushaltsaufgaben. Das gröĂere Ziel sei es aber, die zugrundeliegende KI, Sensoren sowie Software fĂŒr Roboter zu entwickeln. Diese sollen dann von einer Reihe von Unternehmen hergestellt und verkauft werden. Meta spreche bereits mit Robotic-Unternehmen wie Unitree Robotics und Figure AI ĂŒber die PlĂ€ne.
Experten gehen davon aus, dass sich die KI-Investitionen des Konzerns auszahlen werden. Zwar dĂŒrfte die Gewinndynamik 2025 eher zum Erliegen kommen, schrieben die Analysten der Bank of America Ende Januar mit Blick auf die hohen KI-Investitionen. Doch habe die UnternehmensfĂŒhrung mit Blick auf die Produktentwicklung positive Signale gesendet. Alles in allem stecke der Monetarisierungszyklus bei KI-Produkten noch im Anfangsstadium.
Mit einem Kursziel von 765 Dollar sehen die Analysten der Bank of America aber nur noch begrenztes Kurspotenzial. Etwas mehr Luft bis zu seinem Ziel von 810 Dollar sieht Experte Brent Thill vom Investmenthaus Jefferies.
ZusĂ€tzliche Kursgewinne wĂŒrden auch das Vermögen des UnternehmensgrĂŒnders Zuckerberg weiter beflĂŒgeln. In der Liste der vermögendsten MĂ€nner der Welt zog er jĂŒngst knapp an Amazon-Chef Jeff Bezos vorbei. Zuckerbergs Vermögen wird von Bloomberg auf rund 257 Milliarden Dollar taxiert; Bezos kommt auf knapp 250 Milliarden. AngefĂŒhrt wird die Liste weiter von Tesla-Chef Elon Musk, trotz der Kursverluste in den vergangenen Wochen, mit immer noch fast 400 Milliarden Dollar. Musk bestimmt die Schlagzeilen derzeit vor allem als Berater des neuen US-PrĂ€sidenten Donald Trump.

