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Aktien New York Ausblick: Stabilisierung - Alle Augen sind auf Nvidia gerichtet

19.11.2025 - 14:41:04 | dpa.de

Nach einer mehrtÀgigen Talfahrt an den US-Börsen deutet sich am Mittwoch eine Stabilisierung an.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit weltweit steht der KI-Primus Nvidia US67066G1040, der nach dem Börsenschluss ĂŒber sein drittes Quartal berichten wird und einen Ausblick geben dĂŒrfte.

Die Spannung und NervositĂ€t ist hoch, denn der Bericht stellt eine BewĂ€hrungsprobe fĂŒr die großen Technologie-Konzerne allgemein dar. Die Sorgen um die Bewertungen von Unternehmen mit Fokus auf KĂŒnstliche Intelligenz (KI) sind gewachsen, und sollte Nvidia den hohen Markterwartungen und der eigenen hohen Bewertung nicht gerecht werden, droht Ungemach.

Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial US2605661048 0,2 Prozent höher auf 46.165 Punkte. Seit dem Rekordhoch vor einer Woche hat der bekannteste Wall-Street-Index in Summe aktuell fast 5 Prozent eingebĂŒĂŸt.

Den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 taxierte IG zur Wochenmitte mit 0,3 Prozent im Plus bei 24.575 Punkten. Sein Verlust belÀuft sich seit seinem Rekordhoch Ende Oktober auf 6,5 Prozent.

Bevor am Donnerstag die Arbeitsmarktdaten fĂŒr Oktober und damit das Thema Zinssenkung im Dezember, ja oder nein, auf die Agenda der Börsianer zurĂŒckkehrt, dreht sich erst einmal alles um den Chip-Designer Nvidia. Der Börsenwert ist mit knapp 4,6 Billionen US-Dollar enorm und Nvidia damit weltweit die Nummer eins. Entsprechend hoch ist die Gewichtung im Nasdaq 100 und im S&P 500 US78378X1072.

"Die Ergebnisse heute Abend können deshalb eine VolatilitĂ€t erzeugen, die mit der Veröffentlichung von Inflationszahlen und dem Arbeitsmarktbericht aus den USA mehr als mithalten kann", erklĂ€rte Analyst Luis Ruiz vom Broker CMC Markets. Entsprechend hĂ€tten die Diskussionen ĂŒber den KI-Hype die Börsen voll im Griff und sorgten fĂŒr entsprechende NervositĂ€t. "In beiden Indizes, Nasdaq und S&P 500, droht der Rutsch unter die Monatstiefs, was bei einer EnttĂ€uschung heute Abend auch eine Trendwende am Gesamtmarkt auslösen könnte."

Die Experten der Deutschen Bank verwiesen auf die "Magnificent 7" oder auch "glorreichen Sieben" genannt, zu denen zuvorderst auch Nvidia gehört. Die weiteren sechs grĂ¶ĂŸten und bedeutendsten Unternehmen sind Microsoft US5949181045, Apple US0378331005, Alphabet US02079K3059, Meta US30303M1027, Amazon US0231351067 und Tesla US88160R1014. Diese sieben nĂ€herten sich inzwischen dem Bereich einer technischen Korrektur und hĂ€tten zusammen seit dem Oktober-Hoch bald 8 Prozent eingebĂŒĂŸt.

Schwache Wirtschaftsdaten und teils Quartalsberichte hÀtten den Optimismus der Anleger zusÀtzlich gedÀmpft. Die Stresssignale an den FinanzmÀrkten mehrten sich.

Vorbörslich legten Nvidia um 1,6 Prozent zu, haben allerdings seit ihrem Rekordhoch Ende Oktober in Summe 17 Prozent eingebĂŒĂŸt. Zahlreiche Analysten, unter ihnen die der Bank of America, erwarten solide Zahlen zum dritten Quartal. Harlan Sur von JPMorgan glaubt sogar, dass die Markterwartungen erneut ĂŒbertroffen und der Ausblick angehoben werden könnte, da die Nachfrage weiterhin deutlich ĂŒber der VerfĂŒgbarkeit von KI-Hochleistungschips liege.

On Semiconductor US6821891057, ebenfalls im Nasdaq 100 notiert, stiegen vorbörslich um 2,7 Prozent. Der Halbleiterlieferant kĂŒndigte ein AktienrĂŒckkaufprogramm von bis zu sechs Milliarden Dollar ĂŒber die nĂ€chsten drei Jahre an.

Dass die US-Regierung den Plan von Constellation Energy US21037T1097 zur Wiederinbetriebnahme des stillgelegten Atomkraftwerks Three Mile Island mit einer Milliarde Dollar unterstĂŒtzen will, verhalf dem Papier des Energieunternehmens zu einem vorbörslichen Kursplus von 2,4 Prozent.

Doordash US25809K1051 standen angesichts einer positiven Analystenstimme im Blick und stiegen um 2,5 Prozent. Jefferies hob die Aktie des Lieferservices auf "Buy". Doordash hatte Anfang November mit seinem Quartalsgewinn je Aktie enttĂ€uscht. Zudem drĂŒcken die Investitionen auf die Margen. Nun schrieb Analyst John Colantuoni, dass der Ausblick auf 2026 dazu beigetragen habe, die Erwartungen zu senken. Er sehe daher wieder Chancen fĂŒr langfristige Investments in die Aktie und auch AufwĂ€rtspotenzial fĂŒr die KonsensschĂ€tzungen.

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