Kreml bestĂ€tigt PlĂ€ne fĂŒr trilaterale Ukraine-Verhandlungen
27.02.2026 - 13:29:34 | dpa.deEine neue Verhandlungsrunde sei geplant, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Agenturen zufolge. Sobald es eine Einigung auf einen Termin und Ort gebe, werde darĂŒber informiert. Zugleich beklagte er: "Bisher sind keine nennenswerten VerĂ€nderungen der Positionen des Kiewer Regimes festzustellen."
Zuvor hatte die ukrainische Seite GesprĂ€che fĂŒr Anfang MĂ€rz in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, angekĂŒndigt. Der Kiewer VerhandlungsfĂŒhrer Rustem Umjerow hatte am Donnerstag dazu in Genf GesprĂ€che unter anderem mit US-ChefunterhĂ€ndler Steve Witkoff gefĂŒhrt. "Wir arbeiten am Abschluss der Sicherheitsparameter, wirtschaftlicher Lösungen und einer Abstimmung der Positionen, welche die Grundlage fĂŒr weitere Einigungen bilden", teilte er bei Telegram mit.
In Genf traf sich auch der Kreml-Gesandte Kirill Dmitrijew mit Witkoff und Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-PrĂ€sident Donald Trump. Laut Kremlsprecher Peskow ging es dabei erneut um kĂŒnftig mögliche Wirtschaftsbeziehungen zwischen Russland und den USA. Dmitrijew habe auch Kremlchef Wladimir Putin ĂŒber die Kontakte informiert. Details nannte Peskow nicht. Wenn es Ergebnisse gebe, werde die Ăffentlichkeit informiert, sagte er.
Dmitrijews RĂŒckflug aus Genf angeblich von Problemen begleitet
Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete unter Berufung auf Kontakte in der Flugsicherheit, dass die EuropĂ€er bei Dmitrijews RĂŒckflug Schwierigkeiten mit den Flugrouten gemacht hĂ€tten. Wegen der EU-Sanktionen bestehen fĂŒr russische Maschinen weitgehend Flugverbote, weshalb die SonderflĂŒge immer direkt ausgehandelt werden mĂŒssen. Die Russen beklagen dabei oft Behinderungen und bevorzugen Abu Dhabi fĂŒr die Treffen.
Die direkten Verhandlungen der Ukraine und Russlands unter US-Vermittlung waren zuletzt ins Stocken geraten. Beide Seiten warfen sich vor, lieber auf dem Schlachtfeld um einen Sieg zu kÀmpfen, als am Verhandlungstisch um eine Lösung zu ringen. Vor allem besteht Russland darauf, dass die Ukraine auch jene Gebiete in der Region Donezk aufgibt, die sie weiter unter ihrer Kontrolle hat. Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj lehnt solche "Geschenke" ab.
Der Krieg ist in dieser Woche in sein inzwischen fĂŒnftes Jahr gegangenen. Die Ukraine setzt in ihrem Verteidigungskampf vor allem auf weitere MilitĂ€rhilfen der EU in Milliardenhöhe.
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