AuftrÀge, Bauwirtschaft

Mehr AuftrĂ€ge fĂŒr Bauwirtschaft

25.02.2026 - 08:39:48 | dpa.de

Nach jahrelanger Flaute laufen die GeschÀfte am Bau wieder besser.

Öffentliche GroßauftrĂ€ge in der Infrastruktur und ein allmĂ€hlich anziehender Wohnungsbau haben den preisbereinigten Wert der AuftragseingĂ€nge im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent steigen lassen, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Einschließlich der Preiserhöhungen erhöhten sich die Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr sogar um 10,1 Prozent.

Der Wohnungsbau startete 2025 von einem sehr niedrigen Niveau und legte mit einem realen Zuwachs um 10,1 Prozent im VerhĂ€ltnis am stĂ€rksten zu. Im Tiefbau wuchsen die Order preisbereinigt um 6,2 Prozent auf einen neuen Höchststand. Hier spielten GroßauftrĂ€ge zur Sanierung von Bahnstrecken sowie weitere InfrastrukturauftrĂ€ge eine wichtige Rolle.

Tiefbau steigert UmsÀtze

Die grĂ¶ĂŸeren Baubetriebe mit mindestens 20 BeschĂ€ftigten setzten im vergangenen Jahr 120,5 Milliarden Euro um - eine Steigerung um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch preisbereinigt kletterten erstmals seit 2020 die Erlöse in der Jahresfrist wieder um 2,4 Prozent. Diese Ausweitung des Volumens ging aber allein auf den Tiefbau zurĂŒck. Im Hochbau ging der reale Jahresumsatz noch einmal um 0,8 Prozent zurĂŒck.

Branche sieht Trendwende

In diesem Jahr erwartet die Bauwirtschaft eine Trendwende. Die Branche profitiert von stabilen Zinsen sowie den geplanten Milliardenausgaben des Bundes fĂŒr Straßen und Schienen. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) rechnet damit, dass der Branchenumsatz 2026 um 2,5 Prozent steigt. Auch der Wohnungsbau soll sich beleben.

Die Baubranche war nach einem starken Anstieg der Zinsen und Baukosten infolge des Ukraine-Kriegs in die Krise gerutscht. Private Bauherren konnten sich die eigenen vier WÀnde nicht mehr leisten, Profi-Investoren legten PlÀne auf Eis. Mit dem Wohnungsmangel steigt der Druck auf die Mieten gerade in den BallungsrÀumen.

Auch das Deutsche Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet wieder bessere Zeiten am Bau. Das Institut schĂ€tzt, dass das Bauvolumen in Deutschland 2026 nach fĂŒnf Jahren erstmals wieder preisbereinigt wĂ€chst.

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