Produktion/Absatz, Deutschland

NordLB beendet FlugzeuggeschÀft - Deutsche Bank greift zu

17.06.2024 - 14:27:17

Nach mehr als 40 Jahren zieht sich die Norddeutsche Landesbank aus der Flugzeugfinanzierung zurĂŒck und gibt einen Großteil des GeschĂ€fts an die Deutsche Bank DE0005140008 ab.

Ein Verkaufsvertrag ĂŒber das Portfolio mit 1,67 Milliarden Euro sei abgeschlossen, teilten beide Unternehmen am Montag mit. Über den Kaufpreis ist demnach Stillschweigen vereinbart. Betroffene Mitarbeiter sollen innerhalb der NordLB wechseln können.

Der Deal steht den Angaben zufolge noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Es werde erwartet, dass es in der zweiten JahreshÀlfte 2024 einen Abschluss gebe. Das FlugzeuggeschÀft hat laut NordLB derzeit (Stand: 31.03.2024) ein Volumen von etwa 2,75 Milliarden Euro und umfasst rund 300 finanzierte Flugzeuge und Triebwerke. Ein Teil soll bei der Landesbank von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bleiben und nach und nach auslaufen.

Mit dieser Transaktion spiele man die StÀrken sowie Erfahrung in der Luftfahrtbranche aus, sagte Ross Duncan von der Deutschen Bank. Diese habe sich in einem Bieterverfahren gegen viele nationale und internationale Interessenten durchgesetzt.

Mitte MĂ€rz hatte die NordLB angekĂŒndigt, sich nach dem RĂŒckzug aus der Schiffsfinanzierung auch aus dem GeschĂ€ft mit Flugzeugkrediten zu verabschieden. Anders als bei den maroden Schiffskrediten, die die Bank 2019 an den Rand des Zusammenbruchs gebracht hatten, bezeichnete der NordLB-Chef Jörg Frischholz die Flugzeugfinanzierung damals aber nicht als RisikogeschĂ€ft. Der RĂŒckzug sei eine "strategische Entscheidung".

@ dpa.de | DE0005140008 PRODUKTION/ABSATZ