LĂ€nder, Preis

LĂ€nder beraten ĂŒber höheren Preis fĂŒr Deutschlandticket

18.09.2025 - 05:50:04

Nach monatelangen Debatten von Bund und LĂ€ndern beraten die Verkehrsminister an diesem Donnerstag (ab 12.30 Uhr) bei einer Sonderkonferenz in MĂŒnchen ĂŒber eine erneute Preiserhöhung fĂŒr das Deutschlandticket.

Dem Vernehmen nach könnte die Fahrkarte die Nutzer schon im kommenden Jahr 62 bis 64 Euro pro Monat kosten, wie die Deutsche Presse-Agentur im Vorfeld des Treffens erfuhr. Aktuell kostet das Ticket 58 Euro.

Konferenz legt Preis fest - Bundesrat muss formell beschließen

Den Preis fĂŒr das Ticket setzt die Verkehrsministerkonferenz (VMK) der LĂ€nder fest. Der Bund ist Gast. Formell beschlossen wird die Erhöhung dann noch mal im Bundesrat. Bundesminister Patrick Schnieder (CDU) ist bei den GesprĂ€chen in MĂŒnchen nicht dabei, er wird von einem StaatssekretĂ€r vertreten.

Die LĂ€ndervertreter hatten bereits in den vergangenen Tagen hinter den Kulissen ĂŒber einen Kompromiss verhandelt - auf einen konkreten Preis konnten sie sich aber zunĂ€chst nicht einigen. Laut einer Beschussvorlage, die der dpa vorliegt, könnte es zudem dazu kommen, dass die LĂ€nder sich bereiterklĂ€ren, von 2026 bis 2030 jĂ€hrlich 1,5 Milliarden Euro fĂŒr das Ticket bereitzustellen - wenn der Bund ebenfalls mindestens 1,5 Milliarden Euro pro Jahr von 2026 bis 2030 zusichert. Bisher hat der Bund dies nur fĂŒr 2026 zugesagt.

Knackpunkt sind einmal mehr die Mehrkosten

Knackpunkt ist in der Tat einmal mehr die Frage, wie erwartete Mehrkosten bei Verkehrsunternehmen ausgeglichen werden sollen - ĂŒber die drei Milliarden Euro pro Jahr hinaus, die Bund und LĂ€nder bisher zusammen bereitstellen und auch fĂŒr das kommende Jahr geben wollen. Das Deutschlandticket ist im Vergleich zu bisherigen Abos gĂŒnstiger, das sorgt fĂŒr EinnahmeausfĂ€lle. Laut Verband Deutscher Verkehrsunternehmen droht 2026 eine FinanzierungslĂŒcke von prognostizierten 800 Millionen Euro.

Das Deutschlandticket gibt es seit Mai 2023. Es wird nach Branchenangaben von rund 14 Millionen Menschen genutzt und ermöglicht bundesweit Fahrten im öffentlichen Regional- und Nahverkehr.

@ dpa.de