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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax schnauft nach Rekord am Vortag durch

20.09.2024 - 08:19:54

Nach seinem neuerlichen Rekord am Vortag dĂŒrfte der Dax DE0008469008 am Freitag wohl zunĂ€chst etwas schwĂ€cheln.

Der deutsche Leitindex wurde rund eine Stunde vor Beginn des Xetra-Handels mit 18.919 ZĂ€hlern 0,4 Prozent unter dem Schlusskurs vom Donnerstag erwartet. Ähnlich lautet die Kursprognose fĂŒr den Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145.

Nach der Zinswende in den USA mit einer deutlichen Leitzinssenkung gleich zu Beginn war der Dax am Donnerstag bis auf 19.044 Punkte nach oben gerannt. Damit hatte er sein Jahresplus auf fast 14 Prozent ausgebaut. Nach erstmaligen Überschreiten der 19.000-Punkte-Marke schalten die Anleger nun offenbar zunĂ€chst wieder einen Gang herunter. FĂŒr Bewegung könnte allerdings der große Verfall an den Terminbörsen sorgen, der am Mittag ansteht.

GrundsĂ€tzlich bleibt die Stimmung an den MĂ€rkten zuversichtlich. "Die Notenbanken dies- und jenseits des Atlantiks sind auf Zinssenkungskurs und tragen damit den verbesserten Inflationsperspektiven und den an Schwung verlierenden konjunkturellen Entwicklungen Rechnung", schrieben die Experten der Landesbank Hessen-ThĂŒringen. WĂ€hrend bei der Preisdynamik noch das Restrisiko bestehe, dass die engen ArbeitsmĂ€rkte ĂŒber anhaltend solide Lohnsteigerungen vor allem bei Dienstleistungen zu einem dauerhaften Preisauftrieb beitragen, sĂ€hen die Notenbanker den Bedarf, der wirtschaftlichen Entwicklung insbesondere auch im Bau- und Immobiliensektor unter die Arme greifen zu mĂŒssen. "Die Risiken werden allgemein als ausbalanciert beschrieben", resĂŒmierten die Fachleute.

Unter den Einzelwerten stehen Papiere von Mercedes-Benz DE0007100000 nach einer Gewinnwarnung im Blick. Die Stuttgarter verwiesen auf eine weitere Verschlechterung des konjunkturellen Umfeldes, speziell in China. Das Ausmaß der Zielsenkung dĂŒrfte ĂŒberraschen, nachdem Mercedes-Benz Ende Juli noch halbwegs zuversichtlich gewesen sei, schrieb Analyst George Galliers von der US-Investmentbank Goldman Sachs. In GesprĂ€chen mit Investoren zeige sich insgesamt zunehmende Sorge ĂŒber China, wo deutsche Autobauer mit ihren Gewinnen wohl inzwischen im AbwĂ€rtstrend gefangen seien. Auf der Handelsplattform Tradegate notierten die Anteilsscheine 6,6 Prozent unter dem Schlusskurs vom Donnerstag.

Die Aktien von DHL DE0005552004 gaben auf Tradegate weiter nach und fielen um mehr als zwei Prozent. Hier kamen schlechte Nachrichten aus den USA: Der Logistikkonzern Fedex US31428X1063 hatte im ersten GeschĂ€ftsquartal schwĂ€cher abgeschnitten als erwartet und das obere Ende seiner Umsatz- und Ergebnisprognose gesenkt. Die Nachfragetrends seien schwĂ€cher als gedacht, hieß es.

In den Fokus rĂŒcken ferner die Papiere von Deutz DE0006305006. Bei dem Motorenhersteller kommt es zu einem Wechsel im Finanzressort. Dies könnte HĂ€ndlern zufolge zunĂ€chst fĂŒr etwas Unsicherheit sorgen. Auf Tradegate notierten die Anteilsscheine kaum verĂ€ndert.

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